Lange Wartezeiten und überfüllte Fahrzeuge bereiten Probleme

NVV verschlechtert den Schulbusverkehr

Wolfhager Land. Mit dem neuen Winterfahrplan des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) sind auf Schüler, Lehrer und Eltern gewaltige Probleme zugerollt. Bei 18 Verbindungen habe es 16 Verschlechterungen gegeben, sagt Ludger Brinkmann, Leiter der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen.

Viele Kinder träfen deutlich vor Beginn der ersten Unterrichtsstunde um 7.45 Uhr ein und müssten täglich Wartezeiten von zum Teil über einer halben Stunde hinnehmen. Da die Schüler aus dem gesamten Wolfhager Land kämen und zu unterschiedlichen Zeiten einträfen, bringe es auch nichts, mit der ersten Stunde früher zu beginnen, sagt Brinkmann. Zudem gebe es auch das andere Extrem – Kinder, die aus Rhöda anreisten, versäumten regelmäßig die erste Viertelstunde des Unterrichts.

Da sich die Verbindungen des NVV von Habichtswald in Richtung Kassel allerdings verbessert hätten – das Gleiche gilt auch für Fahrten von Breuna nach Warburg und Volkmarsen – trägt sich Ludger Brinkmann mit ganz anderen Bedenken: „Schüler aus den Randbereichen des Wolfhager Landes könnten auf Grund der attraktiveren Busverbindungen an andere Schulen abwandern.“ Der Schulleiter wertet dies im Kampf um den Standort als eine „bedrohliche Situation“.

Probleme auch an der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule: Dort passen die Kapazitäten der Schulbusse nicht zur Zahl der Schüler, die befördert werden muss. Schulleiterin Ute Walter kritisiert, dass die Kinder an der Schule aus einem rappelvollen Bus stiegen. Statt mit dem Zug fahren Kinder aus Oberelsungen nun mit dem Bus – allerdings die fünf Kilometer lange Strecke nicht auf direktem Weg, sondern über Nothfelden, Altenhasungen, Wenigenhasungen, Oelshausen, Burghasungen, Habichtswald. Eine gute halbe Stunde sind sie unterwegs.  zum Tage, Hintergrund, Seite2

Quelle: HNA

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