Verstärkte Überprüfung der Jugendschutzbestimmungen am 1. Mai

Schwalm-Eder. Wenn am 1. Mai landauf, landab die Maifeiern und -feste steigen, dann sind auch viele Jugendliche dabei. Alkohol fließt und die Stimmung wird immer ausgelassener. Das hat mancherorts häufig zu Problemen, Sachbeschädigung und Ärger aller Art geführt.

Besonders eine immer größer werden Zahl von Verstößen gegen Jugendschutzbestimmungen hat die Polizei dabei beobachtet. Die Polizeidienststellen im Kreis, im Einzelfall zusammen mit Ordnungs- und Jugendamt, werden deshalb am 1. Mai mit mehr Personal als sonst an zentralen Veranstaltungsorten kontrollieren, ob die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Das kündigt Polizeisprecher Reinhard Giesa an. Man habe in der Vergangenheit an einzelnen Veranstaltungsorten solche Verstöße vermehrt festgestellt, sagt Giesa. Vereinzelt musste die Polizei Kinder und Jugendliche wegen ihres erheblichen Alkoholkonsums nach Hause bringen und sie ihren Eltern übergeben. Teilweise seien Kinder und Jugendliche dabei ertappt worden, wie sie betrunken zum Beispiel Leitpfosten ausgerissen hätten.

An einem Veranstaltungsort wurden Autofahrer von Betrunkenen in der Ortsdurchfahrt gestoppt und teilweise belästigt. Vereinzelt kam es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Körperverletzungen. Giesa betont, dass die Polizei es durch ihren Einsatz und die Kontrollen ermöglichen wolle, dass Feiern und Volksfesten unbeschwert und störungsfrei stattfinden könnten.

Ziel sei es, Gewalttätigkeiten, Ausschreitungen und übermäßigen Alkoholkonsum - insbesondere bei Jugendlichen - zu verhindern. Die Polizei im Schwalm-Eder-Kreis kooperiert mit dieser Zielsetzung seit 2009 mit den Kreisbehörden, der Fachstelle für Suchtprävention, dem Jugendbildungswerk, dem Jugendamt, den Kommunen und mit örtlichen Veranstaltern, etwa einigen Burschenschaften.

Ein Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine Broschüre "Handreichung zum Jugendschutz", die einschlägige Rechtsvorschriften, Handlungsempfehlungen, Checklisten, Musterschreiben enthält. (red)

Quelle: HNA

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