Zahl der Sterbebegleiter steigt – Auch an Weihnachten im Dienst

Vertrauen in den Hospizdienst wächst

Wolfhager Land. Immer mehr Menschen nehmen den ehrenamtlichen Hospizdienst Wolfhagen in Anspruch. Das bestätigt Dr. Doris Deutsch, Vorsitzende des ambulanten Hospizdienstes, der im gesamten Wolfhager Land tätig ist.

Bei der Gründung des Vereins im Jahr 1999 standen Deutsch neun Mitarbeiter zur Seite, die sterbende Menschen in den letzten Tagen und Wochen ihres Lebens begleiten. Heute hat der gemeinnützige Verein 25 Mitarbeiter im Alter zwischen 30 und über 80 Jahren. „Es geht aufwärts, das Vertrauen in der Bevölkerung wächst“, sagt Deutsch. Vor allem der wachsende Bekanntheitsgrad des Hospizdienstes trage dazu bei, dass immer mehr Sterbende und deren Angehörige das Angebot annehmen. „Unsere Arbeit spricht sich unter Nachbarn herum, auch unsere Vorträge über den Umgang mit dem Tod haben das Sterben salonfähiger gemacht“, sagt Deutsch. Der Hospizdienst ist Tag und Nacht erreichbar. „Auch an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen machen wir da keine Ausnahme.“

Angebot und Nachfrage halten sich beim Hospizdienst die Waage. „Wir haben noch keine Begleitung ablehnen müssen“, sagt Deutsch. Bis zu acht Sterbende gleichzeitig betreuen die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die Betreuungszeit ist unterschiedlich. „Manchmal dauert die Begleitung eine Nacht, manchmal mehrere Monate.“ Zusätzlich unterhält der Wolfhager Hospizdienst Verträge mit Altenheimen, Sterbebegleitung nach Bedarf zu leisten. „Die meisten Sterbenden brauchen einen Menschen bei sich, der ihnen das Gefühl gibt, nicht allein zu sein.“ Gleichzeitig gehe es bei der Hospizarbeit darum, Angehörigen die Angst zu nehmen.

Der Wolfhager Hospizdienst ist christlich orientiert, aber: „Wir betreuen jeden, ob Christ oder nicht.“ So seien die Mitarbeiter etwa auch auf das muslimische Todesverständnis vorbereitet. Hintergrund, Zum Tage

Von Claudia Hempel

Quelle: HNA

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