Heini Bechtel als Patientenfürsprecher der Vitos-Klinik Merxhausen verabschiedet

Vertrauen in Vermittler

Ende eines Ehrenamtes: Als Patientenfürsprecher der Klinik Merxhausen wurde Heini Bechtel von Vitos-Geschäftsführerin Irmgard Raschka-Halberstadt jetzt verabschiedet. Foto: zih

Bad Emstal. Am Standort Merxhausen der Vitos Kurhessen GmbH ging jetzt eine Ära zu Ende. Während einer kleinen Feierstunde im wieder neu eröffneten Klosterlädchen und Café (nächste Seite) erhielt Heini Bechtel von Vitos-Geschäftsführerin Irmgard Raschka-Halberstadt die Entlassungsurkunde aus dem Ehrenamt des örtlichen Patientenfürsprechers.

Die Laudatio auf den in Sand lebenden Bechtel, der aus Altersgründen auf ein Weitermachen verzichtete, am 10. Juli wird er 73 Jahre alt, hielt Karl-Heinz Löber. Löber würdigte das fast siebenjährige ehrenamtliche Engagement von Heini Bechtel in der verantwortungsvollen Aufgabe. Denn der Patientenfürsprecher ist Mittler und Schnittstelle zwischen den Patienten und Bewohnern der Merxhäuser Klinik, derzeit insgesamt 373, und der Krankenhausleitung.

Unabhängigkeit im Amt

Im Amt eines Ehrenbeamten, in Merxhausen berufen durch den Kreistag des Landkreises Kassel, ist er von der Klinikleitung unabhängig und nur dem Gesetz und den vom Kreistag erlassenen Regeln verantwortlich. Gemäß dem Hessischen Krankenhausgesetzt nimmt ein Patientenfürsprecher die Anregungen und Beschwerden der Patienten oder ihrer Angehörigen entgegen und vertritt deren Anliegen. Er kann sich mit Einverständnis des betroffenen Patienten jederzeit und unmittelbar an die zuständigen Stellen wenden. Das Krankenhaus ist mit ihm zur Zusammenarbeit verpflichtet.

Einfühlungsvermögen

„Absolute Priorität in diesem Ehrenamt ist neben einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen sowie Kenntnissen rechtlicher und krankheitsbedingter Problemsituationen strikte Vertraulichkeit“, so Heini Bechtel. Für ihn waren die Gespräche und Begegnungen mit vielen Menschen, die seinen Rat sowie seine Hilfe suchten und ihm volles Vertrauen schenkten - insgesamt weit über 200 während seiner Amtszeit - immer wieder eine persönliche Herausforderung.

Bechtel sah es als Verpflichtung, den Patienten zu ihrem Recht zu verhelfen. Eigentlich rund um die Uhr, auch wenn seine offizielle Sprechstunde in der Klinik immer nur mittwochs von 13 bis 16 Uhr war. „Probleme zwischen Patienten und Klinik“, so der 72-jährige, „dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern müssen umgehend geklärt und aus der Welt geschafft werden.“

Für Heini Bechtel war es die zweite Verabschiedung im gleichen Unternehmen. Denn als verantwortlicher Vorarbeiter der betriebsinternen Baufacharbeiter ging er 2002 in den wohlverdienten Rentnerruhestand, um 2004 als Patientenfürsprecher zurückzukehren. (zih)

Quelle: HNA

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