Weitere Büros nötig

Schwalm-Eder-Kreis plant Neubau für über 100 Mitarbeiter

Schwalm-Eder-Kreis. Die Kreisverwaltung platzt aus allen Nähten. Es fehlt an Räumen für die neuen Mitarbeiter, die durch zusätzliche Aufgaben, etwa bei der Flüchtlingsbetreuung und im Sozialbereich, eingestellt werden mussten.

„Wir haben dringenden Bedarf an weiteren Büros“, sagt Landrat Winfried Becker. Deshalb plant der Kreis für etwa sieben Millionen Euro auf dem Gelände der früheren Dörnbergkaserne den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes, das Mitte 2021 bezugsfertig sein soll.

Am alten Standort in der Parkstraße gebe es keine Erweiterungsmöglichkeit, so der Landrat. Auf dem Gelände des Behördenzentrums sei jedoch ausreichend Platz, auch für die notwendigen Parkplätze. „Wir haben die alten Kompaniegebäude von der Stadt Homberg gekauft“, sagt Becker. In einem Haus sind Flüchtlinge untergebracht, das andere wird für den Verwaltungsneubau abgerissen. Die Arbeiten haben begonnen.

Der Abriss erfordere besondere Sorgfalt, erläutert Doris Wudtke von der Grundstücks- und Gebäudewirtschaft des Landkreises. Da das Haus aus dem Jahr 1961 stammt, müsse man asbesthaltige Teile wie das Dach und Verkleidungen sowie Fußböden einzeln entsorgen. Gleichzeitig wird ein Architektenwettbewerb für die Planung des Neubaus ausgelobt. Bis zu 20 Büros sollen angeschrieben werden, eine Jury wird die Entwürfe in diesem Jahr noch bewerten.

Baubeginn wird frühestens im Frühjahr/Sommer 2019 sein, der Kreis rechnet mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren. Das neue Gebäude werde nach modernsten räumlichen und technischen Anforderungen geplant, sagt Becker.

Der Fachbereich Jugend und Familie soll 2021 komplett ins neue Haus umziehen. Es bietet Platz für etwa 100 Mitarbeiter. Die Flüchtlingsunterkunft nebenan bietet Erweiterungsmöglichkeiten.

Auch am Standort in der Parkstraße muss gebaut und saniert werden. Das Altgebäude aus den 1950er Jahren entspricht in Sachen Barrierefreiheit nicht heutigen Anforderungen. Deshalb soll außen ein Fahrstuhl angebaut werden. Dieses Projekt werde die Raumnot noch verschärfen, sagt Doris Wudtke. Baustart ist noch in diesem Jahr. Das hintere, neuere Gebäude aus dem Jahr 1974 hat zwar einen Fahrstuhl, ist aber „energetisch eine Katastrophe“, sagt Becker. Man müsse perspektivisch überlegen, was zu tun sei. Auch ein Abriss wäre eine Option. Doch das komme erst infrage, wenn der Neubau im Behördenzentrum fertiggestellt worden sei. 

Quelle: HNA

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