Energiegenossenschaft weist Vorwürfe von sich

Verzögerungen und Mehrkosten

Wasenberg. Im Zusammenhang mit der Diskussion um das in Wasenberg entstehende Nahwärmenetz weist die Energiegenossenschaft den Vorwurf, Straßen würden massiv zerstört, zurück. Wenn größere Einschnitte nötig seien, dann seien die vor allem durch Suchschächte bedingt oder durch das Ausweichen wegen unbekannter Leitungen. In der Stellungnahme der Genossenschaft wird moniert, dass bereits erteilte verkehrsrechtliche Genehmigungen wieder zurückgenommen werden. „Teilweise warten die ausführenden Firmen schon vier Wochen, obwohl keine Einschränkungen für Rettungsfahrzeuge bestehen“, heißt es.

EAM stellt Anzeige

Auch gebe die Genossenschaft Fertigstellungstermine an die Gemeinde weiter, die von dem Planungsbüro der EAM und den am Bau beteiligten Firmen genannt worden seien. Die EAM habe inzwischen mitgeteilt, dass sie eine Behinderungsanzeige stelle. Damit wird laut Vertragsrecht ein drohender Verzug angemeldet. „Durch Bürgermeister Vespers derzeitiges Handeln entstehen nicht nur Zeitverzögerungen, es entstehen auch Mehrkosten“, so die Einschätzung der Genossenschaft.

Nicht ersichtlich ist der Genossenschaft, warum zusätzliche Erklärungen benötigt werden, wenn doch im Gestattungsvertrag die gesetzlichen Vorschriften zur Wiederherstellung der Straßen geregelt seien. Damit bezieht sich die Genossenschaft auf eine Forderung im Zusammenhang mit Erteilung einer verkehrsrechtlichen Genehmigung. Verlangt wird, alle noch folgenden, vormals neu hergestellten, Straßen komplett zu asphaltieren.

Acht Infoveranstaltungen

Auch widerspricht die Genossenschaft der Aussage des Bürgermeisters, es sei vom Vorstand der Eindruck vermittelt worden, dass das Nahwärmenetz mit minimalem Aufbruch verlegt werden könne. Insgesamt acht öffentliche Informationsveranstaltungen habe die Genossenschaft angeboten. „Auf keiner dieser Präsentationen gibt es Hinweise, die diese Behauptung von Herrn Vesper belegen“, erklärt der Vorstand.

Zudem sei Wünschen des Bürgermeisters entsprochen worden. Dabei ging es um die geringere Inanspruchnahme von bestimmten Straßen. Das führte laut Genossenschaft dazu, dass sechs Kilometer des Nahwärmenetzes auf privaten Grundstücken verlegt werden und dafür zwei Kilometer Umwege und erhebliche Mehrkosten in Kauf genommen wurden. Teilweise werden sogar Garagen unterbaut.

Der Gestattungsvertrag und die Bürgschaft wurden von der Gemeindevertretung beschlossen. Die Genossenschaft ist davon überzeugt, dass diese Beschlüsse nicht umgesetzt werden. (syg)

Quelle: HNA

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