Einige der Tiere wurden illegal aus Tschechien importiert 

Veterinäramt stellte Hundewelpen sicher und brachte sie ins Tierheim Beuern 

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Leben derzeit im Tierheim Beuern: 13 junge Bulldoggen 

Beuern. Zwölf Mischlingswelpen und 13 junge Bulldoggen sind seit Anfang des Jahres im Tierheim Beuern. Die Tiere wurden vom Veterinäramt sichergestellt und in die Obhut des Heims gegeben.

Die zwölf Mischlingswelpen waren von Personen aus dem Schwalm-Eder-Kreis illegal aus Tschechien importiert worden. Die 13 Bulldoggen-Welpen hatten vorher bei einer Züchterin aus dem Schwalm-Eder-Kreis gelebt. Nach einer Kontrolle sprach das Veterinäramt der Frau jedoch ein Zuchtverbot aus – zu den Gründen konnte der Landkreis gestern noch keine Auskunft geben. 

Im Fall der Mischlinge waren Einwohner aus dem Schwalm-Eder-Kreis nach Tschechien gefahren und hatten die Tiere geholt, „um hier Geld zu machen“, erklärt Nicole Reubert, Leiterin des Tierheims in Beuern. Sogenannte Vermehrer züchteten die Hunde in Tschechien und verkauften sie dann weiter, schildert Reubert. Doch es sei illegal, die Tiere nach Deutschland zu holen und hier weiterzuverkaufen. 

 „Alles lief gut und die Welpen sind gesund und munter“, sagt Reubert über die Ankunft der Welpen Ende Januar. Im Tierheim werden sie gepflegt, gefüttert, entwurmt und bald auch gechipt. Regelmäßig kommt ein Tierarzt in das Heim und schaut nach den sechs Wochen alten Welpen. Die tschechischen Mischlinge sind Kleinhunde, das heißt, ihr Endgewicht liegt zwischen zehn und 15 Kilo. 

„Wir arbeiten eng mit dem Veterinäramt zusammen“, sagt die Tierheimleiterin. Das Amt sorgt für die Sicherstellung der Welpen und informiert die Verantwortlichen des Heims, wenn sie auf Fälle aufmerksam werden, bei denen Tiere illegal importiert oder vernachlässigt und schlecht gehalten werden. Nach einer weiteren Kontrolle des Veterinäramts bei einer Züchterin aus dem Schwalm-Eder-Kreis wurden 13 Französische Bulldoggen-Welpen in das Tierheim gebracht. „Wir haben die Frau zu freiwilliger Abgabe überredet“, schildert Reubert den Fall. Seitdem sind die Welpen in Beuern. Anders als die tschechischen Mischlinge, die einmal am Tag in das Freigehege zum Spielen dürfen, werden die Bulldoggen noch in Zimmern des Heims gehalten. „Jeweils bei ihren Eltern“, sagt Reubert und erklärt weiter: „Die Mischlinge sind bereits geimpft, deswegen dürfen sie schon raus.“ 

Die Mitarbeiter kümmern sich jetzt rund um die Uhr um die Welpen. „Wir haben alle Hände voll zu tun“, so die Leiterin. Dreimal am Tag werden die Vierbeiner gefüttert, viermal am Tag ihre Bereiche gereinigt. „Die Welpen haben sich schon gut an den Tagesablauf gewöhnt“, stellt Reubert fest, die sich gemeinsam mit vier Festangestellten, zwei Teilzeitkräften und einem Auszubildenden um die Hunde kümmert. Besuchen darf die Welpen, wer vorher einen Termin mit dem Heim ausmacht. Die Bulldoggen dürfen vermittelt werden, wenn sie zehn bis zwölf Wochen alt sind, die tschechischen Welpen, wenn sie acht Wochen alt sind.

   

Quelle: HNA

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