Flugsportvereinigung absolvierte ein Sicherheitstraining in 1200 Metern Höhe

Viel Adrenalin am Himmel

Fröhlich vor dem Fox: Die Gruppe der Trainingsteilnehmer mit dem Flugzeug, das in Friedberg ausgeliehen wurde. Fotos: nh

Schwalmstadt. „Stürzt da ein Segelflieger ab oder ist schon wieder Kunstflugwoche?“ – das habe sich wohl mancher gefragt, der das Treiben der Segelflieger am vergangenen Wochenende beobachtete. Beides falsch: Flugschüler, aber auch erfahrene Piloten der Flugsportvereinigung FSV-Schwalm probten den Ernstfall. Mit einem speziell dafür zugelassenen Fluggerät übten sie Gefahrensituationen 1200 Meter über dem Erdboden.

„Die Ausbildung zum Piloten ist sehr umfangreich und auf höchste Sicherheit ausgerichtet. Sie erfasst alle Eventualitäten in der Theorie und im bestmöglichen Training in der Luft“, heißt es im Bericht der FSV. Lebensgefährliche Situationen wie ein Strömungsabriss bei zu wenig Fahrt, der ein Flugzeug ins Trudeln bringt, erfordere rasche Reaktionen des Piloten. Bei den technisch ausgewogenen, neueren Flugzeugmodellen sei der Strömungsabriss zwar immer noch möglich, aber sie kommen nicht so leicht ins Trudeln.

Deshalb wurde das Fluggerät der Kunstfluggemeinschaft Hessen Friedberg ausgeliehen. Der eigens für den Kunstflug ausgerichtete „Fox“ sieht aus wie ein kleiner Jet. Er ist ein schnelles und leicht wendiges Flugzeug, für Trudel- und Rollübungen in der Luft wie geschaffen. Von vielen hessischen Vereinen wird der Fox zum Flugsicherheitstraining genutzt. Unter fachkundlicher Betreuung von FSV-Fluglehrer und Kunstflugmeister Klaus Kahler erhielten die Piloten einen Einblick in die Gefahren. „Es sieht gefährlicher aus, als es ist und soll den Piloten zeigen, dass man bei schneller und richtiger Handlung auch gefährliche Situationen schnell in den Griff bekommen kann. Aber auch der Spaßfaktor wie beim Kunstflug soll nicht zu kurz kommen“, erklärte Kahler. Um die zwanzig Kopfüber-Übungen hat er an diesem Wochenende absolviert.

Dass es aufregend war, aber auch viel gelernt wurde, bestätigten die Flugschüler. Auf jeden Fall habe es aber auch sehr viel Spaß gemacht.

So manchem auch erfahrenen Piloten habe das Training einiges an Adrenalin, Können und Energie abgefordert, so der Bericht des Vereins. „Achterbahn ist ein Eisschlecken dagegen“, urteilten die Flugschüler. Sie gingen nun mit immer noch viel Respekt, aber mehr Zutrauen an die Fliegerei heran. „Sicherheit hat einen hohen Stellenwert beim FSV“, schließt der Bericht. (red)

Quelle: HNA

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