Die Gemeindevertretung stimmte für die Änderung des Bebauungsplans

Viel Platz für Senioren

Betreutes Wohnen und Pflegeheim: So sollen die Gebäude aussehen, die den Senioren dann mit 60 Pflegeplätzen und 20 Ein-Zimmer-Apartments bereitstehen. Ist ein Betreiber gefunden, wird das Hotel Altenburg bald abgerissen. Bild: Guericke Ingenieursgesellschaft

Bad Zwesten. Der Weg für ein Seniorenwohnheim an der Kasselerstraße in Bad Zwesten ist frei. Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter während der Sitzung am Donnerstag dafür aus, den Bebauungsplan für das Gebiet zu ändern. Damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann das Hotel Altenburg abgerissen wird.

Auf der Fläche des ehemaligen Hotels soll nach Angaben des Investors Udo Schwetlick aus Offenburg ein Gebäude mit 60 Pflegeplätzen in sechs Wohngruppen und 20 Ein-Personen-Apartments sowie zwei Apartments für je zwei Personen entstehen. „Wir sind derzeit in guten Verhandlungen mit einem Betreiber und hoffen, dass die Verträge im März unterschrieben werden können“, sagte der Bauunternehmer. Nächste Woche gingen die Verhandlungen weiter.

Wenn die Verträge unterschrieben sind, könnte laut Schwetlick Ende April die Baugenehmigung eingereicht werden. Mitte des Jahres könnte dann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Auf vier bis viereinhalb Millionen Euro beziffert Schwetlick das Investitionsvolumen für das Pflegeheim. Die Einrichtung des betreuten Wohnens kostet weitere zwei Millionen Euro. 60 bis 70 Arbeitsplätze könnten so entstehen.

Um das Zentrum weiter aufzuwerten, hat der Bauunternehmer zudem einen weiteren, fertigen Plan in der Schublade. Gegenüber des Hotels Altenburg würde er gern einen Netto-Markt bauen. Dieses Vorhaben finde bisher noch nicht die volle Zustimmung im Parlament, sagte der Unternehmer.

„Ich hätte gerne beide Vorhaben in einem Rutsch umgesetzt“, sagt er. Netto sei kein schlechter Markt, ohnehin könne man den Leuten nicht vorschreiben, wo sie einkaufen sollten. „Es geht doch um die Belebung der Gemeinde, die in den letzten Jahren eher mäßig war. Zu Fuß geht doch heute kaum noch jemand einkaufen“, sagt Schwetlick. Das Konzept für den Markt stehe und könne schnell umgesetzt werden.

Von Max Holscher und Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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