Die Kita „Auf der Baus“ wird umgebaut – Betrieb bis Dezember im Schützenwald

Viel Raum für die Jüngsten

Freuen sich auf den Neubau: von links der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck, Pfarrerin Tamara

Treysa. Die Erzieher und der Nachwuchs der evangelischen Kindertagesstätte „Auf der Baus“ ziehen um, denn die Arbeiten für den Erweiterungsbau haben begonnen.

Entstehen werden hier bis Dezember 15 weitere Plätze für unter Dreijährige. Im Zuge des Neubaus sollen auch die bestehenden Gruppenräume erweitert werden. Für die Zeit der Bauarbeiten sind das Team und die Kinder in der ehemaligen Nachsorge im Schützenwald in Ziegenhain untergebracht, wie zuletzt der Nachwuchs und die Erzieher von der Kita Regenbogen, die vor Kurzem ihre neuen Räume bezogen haben.

Kosten 1,2 Millionen Euro

90 Prozent der Kosten von insgesamt 1,2 Millionen Euro wird die Stadt Schwalmstadt tragen, zehn Prozent der kirchliche Träger. Zudem wurde U3-Ausbauförderung vom Land beantragt: „Bewilligt wurden 225 000 Euro“, erklärte Pfarrerin Tamara Morgenroth von der Kirchengemeinde Franz-von-Roques.

Die Kita „Auf der Baus“ wurde Mitte der siebziger Jahre gebaut und entspricht schon länger nicht mehr heutigen Anforderungen. Aktuell sind Arbeiter mit den Vorbereitungen auf dem Außengelände beschäftigt. Hier rollen die Bagger, die Fläche wird planiert. Nach den Plänen soll jeder der fünf Gruppenräume um jeweils 20 Quadratmeter erweitert werden.

Neuer Mehrzwecktrakt

Neu gebaut wird ein Mehrzwecktrakt. „Im Laufe der Jahre hat sich das Team verdoppelt. Es fehlt auch ein entsprechendes Mitarbeiterzimmer“, so Kita-Leiterin Mechthild Suchanek. Insgesamt 16 Erzieher und vier weitere Mitarbeiter sind „Auf der Baus“ beschäftigt. Durch die Nachmittagsbetreuung verschieben sich zunehmend auch die Dienstzeiten. Zudem müsse mehr dokumentarische Arbeit geleistet werden. Hierfür wird es ein weiteres Büro mit Computerarbeitsplatz geben.

Durch das Eingewöhnungsmodell halten sich auch die Eltern häufiger und länger in der Kita auf: „Für Gäste und Mitarbeiter gab es bislang nur eine Toilette, das wird sich jetzt ändern“, erklärt Suchanek. Die bestehenden Räume würden dem heutigen Standard angepasst: Vorgesehen seien unter anderem Schallschutzdecken. Die Sanitärbereiche sollen erneuert werden, eine barrierefreie Toilette entstehen.

Insgesamt wächst die Einrichtung um mehr als 200 Quadratmeter. Die Außenspielfläche verkleinert sich, bleibe aber großzügig, sagte Pfarrerin Morgenroth. Ein Innenhof wird die beiden Gebäudeteile verbinden. „Die äußere Ansicht der Kita wird im Neubau wieder aufgegriffen, so dass er sich harmonisch anpasst“, so die Pfarrerin. Jetzt steht der Umzug von Mannschaft und Material unmittelbar bevor, organisiert von Mitarbeitern, dem Städtischen Bauhof und Eltern.

Spenden für die Ausstattung

Mithilfe von Spenden hofft die Kirchengemeinde auch die Ausstattung ein wenig erneuern zu können: „Das Geld aus der Gemeindespenden-Aktion wird beispielsweise der Kita zugute kommen“, sagte Tamara Morgenroth. Ein örtlicher Drogeriemarkt spendet seit längerer Zeit monatlich Pfennige und Kleingeld seiner Kunden: „Das ist eine schöne Idee“, findet Leiterin Suchanek. „In Schwalmstadt gibt es für Eltern eine große Angebotsvielfalt - mit städtischen Einrichtungen, dem Hephata-Kindergarten, der Elterninitiative und der kirchlich geprägten Kita sind wir da gut aufgestellt“, ist der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck überzeugt.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare