Viele Arbeitsplätze auch von der EU gefördert

Schwalm-Eder. Für die Regulierungswut wird die Europäische Union häufig kritisiert. Zuletzt wurde über Vorgaben für den Energieverbrauch von Kaffeemaschinen diskutiert. Für die Strukturpolitik und die Wirtschaftsförderung im Landkreis zahlt sich die EU jedoch aus. Davon ist man beim Schwalm-Eder-Kreis überzeugt.

In den vergangenen zwölf Jahren seien im Landkreis 6000 Arbeits- und Ausbildungsplätze gesichert und 2000 neue geschaffen worden, betont Landrat Frank-Martin Neupärtl - unter anderem auch mit Geld der EU.

Die Förderung von Investitionen im Agrarbereich habe in den vergangenen sieben Jahren einen hohen Stellenwert gehabt, berichtet Rainer Geisel, Leiter der Wirtschaftsförderung beim Kreis. Mit Zuwendungen von 9,54 Millionen Euro seien Investitionen von 62,9 Millionen Euro angeschoben worden. Die Hälfte der Zuschüsse steuerte die EU bei.

Wirkung zeige auch die Strukturförderung in den fünf so genannten Leader-Regionen, die es im Landkreis gibt. Mit diesem europäischen Programm soll die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum gestärkt werden. In Ziegenhain entstand beispielsweise eine Elternschule, in Gudensberg wurde das Familien-Kommunikationszentrum Quartier gefördert, in Körle eine Hebammen-Praxis. Die Investitionen für alle Projekte summierten sich auf 12,7 Millionen Euro. Dazu gab es Zuschüsse von vier Millionen Euro, die zur Hälfte von der EU stammten. 49 neue Arbeitsplätze seien entstanden, sagte Geisel.

Dritter Bereich, in dem sich die EU-Förderung bemerkbar macht, ist die Dorfentwicklung. 38 Millionen Euro seien seit 2007 investiert worden, dazu gab es 15,5 Millionen Euro Zuschüsse, etwa zur Hälfte von der EU. Die Aufträge, die damit verbunden sind, kämen meist dem heimischen Handel und Handwerk zugute

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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