Einstimmiges Votum für den Etat trotz Defizits

Zu viele Ausgaben

Neuental. Einstimmig sprachen sich am Montag die Neuentaler Gemeindevertreter für den Haushalt 2011 aus. Sorgen bereitet den Mandatsträgern, dass der Etat ein Defizit von 721 000 Euro aufweist.

Angst und Bange könnte es einem werden beim Blick auf die Zahlen, sagte CDU-Sprecher Volprecht von Gilsa. Das Problem sei aber bekannt: weniger Einnahmen, aber mehr Ausgaben. Viel Geld sei in den vergangenen fünf Jahren in Wasser, Kanal, Straßenbau, Kinderbetreuung, Jugend- und Seniorenarbeit geflossen. Von Gilsa folgerte: Wenn man all die Annehmlichkeiten für eine funktionierende und attraktive Gemeinde haben möchte, kostet das eben Geld.

Trotz der Kassenlage will von Gilsa drei Prozent des Haushaltsansatzes für Sach- und Dienstleistungen sparen. Seiner Berechnung nach sei das gerade so viel, um die Zinsen für einen Kredit über eine Million Euro zu bezahlen.

Einsparungen bei den Ausgaben konnte der Sprecher der SPD, Hartmut Zülch, nicht ausmachen. Seine Kritik: Bund und Land ließen die Kommunen allein. Einsparungen seien nach nur durch eine engere Zusammenarbeit der Gemeinden möglich.

Den Willen zum Sparen machte die Sprecherin der Bürgerliste, Alina Busch-Menges, im Haushalt aus. Das erkenne man daran, dass die Gemeinde die neue Datenverarbeitungsanlage gemietet und nicht gekauft habe.

Zwei gewinnbringende Ausgaben fand FDP-Sprecher Manfred Emde: die Investition am Neuenhainer See und den Solarpark am Petersberg. Der Anstieg der Schulden sei vor allem dem Kanalbau geschuldet. Erst wenn der abgeschlossen sei, könne man mit dem Rückgang der Schulden rechnen.

Quelle: HNA

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