Förderverein "Zukunftsfähiges Melsungen" sammelt 21.000 Euro

Unterstützer: 105 Helfer zählten die Organisatoren der Haussammlung. Die hier abgebildeten kamen zum Dankestreffen. Fotos: Hocke

Melsungen. Mit einem Ergebnis von gut 21.000 Euro endete die Haussammlung zugunsten des „Fördervereins zukunftsfähiges Melsungen“. Allen Sammlern und Unterstützern dankte der Verein bei einem Treffen im Tagungszentrum im Stadtwaldpark.

„Die Kinder werden einmal zu schätzen wissen, was Stadt, Förderverein und Stiftung heute für sie tun“. Mit diesem Worten brachte Dietmar Dargel seinen Eindruck von der Haussammlung zugunsten des Fördervereins und der Stiftung für ein zukunftsfähiges Melsungen auf den Punkt.

Er erzählte von Begegnungen und positiven Erfahrungen an den Haus- und Wohnungstüren seines Sammelbezirks, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft leben. Auch an den Türen von Sozialwohnungen sei er nie abgewiesen worden.

Einmal sei er von einer älteren Frau gebeten worden, doch am nächsten Tage noch einmal vorbei zu kommen, weil sie kein Geld im Hause habe. Am nächsten Tage habe er sich dann für eine Spende von fünf Euro bedanken können. „Eine Spende in dieser Höhe ist viel Geld für einen Menschen, der von einer Rente am unteren Ende der Einkommensskala leben muss“, meinte der ehemalige Braunianer.

Ähnlich wie Dargel ging es wohl vielen Helfern, die sich vor allem aus den 255 Mitgliedern des Fördervereins rekrutierten. In diesem Jahr waren 105 Sammler unterwegs.

„Wir wollen fröhlich gemeinsam feiern“, meinte Bürgermeister Dieter Runzheimer, als er die Helfer-Fete eröffnete. Schulleiter Volker Wiegand unter Mitwirken seiner Kollegin Simon und von Schülern der 9. Klasse der Gesamtschule Melsungen stellte Projekte vor, die mit Unterstützung des Fördervereins angeboten worden sind. Fünf Schüler berichteten von ihren Eindrücken aus der deutsch-französischen Begegnung im Elsass.

Sie schilderten ihre Erlebnisse an Kriegsgräbern und auf dem Schlachtfeld von Wörth. Sie gaben ihre Eindrücke vom Konzentrationslagers Struthof in Natzweiler sowie von Gesprächen mit Franzosen wieder. Schulleiter Wiegand: „Wir studieren den Krieg, um den Frieden zu bewahren“.

Der Melsunger Kulturdolmetscher Ercan Anbarci erzählte von seinen Erfolgen, Bürger aus anderen Kulturkreisen mit den Melsunger Gegebenheiten, mit deutscher Kultur und im Umgang mit deutschen Behörden vertraut zu machen. Auch er bedankte sich für die Unterstützung durch den Förderverein.

Bürgermeister Runzheim und die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Ilona Braun, würdigten herausragende Mitarbeiterspenden der B. Braun AG, Sponsoren der Kinderuni 2010, des Luftballonwettbewerbs und des Weltkindertages. Besonderen Applaus erhielt Elisabeth Hildebrand, die anlässlich ihres 105. Geburtstages gespendet hatte.

Die Sammelaktion der B. Braun-Senioren fand ebenso Anerkennung wie die Versteigerungsaktion der B. Braun-Ausbildungswerkstatt. Jutta Linnenkohl, Monika und Walter Thein hatten beim Benefizlaufs während des Heimatfestes viel Geld eingenommen, das ebenfalls in die Fördervereinskasse floss.

„Wir sind stolz, dass wir im siebten Jahr unserer Sammlung mit einem Ertrag von 21,279,49 Euro die Ergebnisse der Vorjahre leicht übertreffen konnten“, sagte Ilona Braun. Immerhin habe der Förderverein im vergangenen Jahr 70 Projekte unterstützen können. Davon hätten alle Altersgruppen, vor allem aber die Kinder und Jugendlichen profitiert.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare