Der neue Stadtmanager Alexander Dupont stellte sein Stadtmarketing-Konzept vor und warb für Chancen

Viele Menschen machen eine Stadt

Sie verfolgten die Präsentation: Blick in den Rathaussaal bei der Infoveranstaltung zum neuen Stadtmanagement. Fotos: Decker

schwalmstadt. Bernd Gundlach stellte im Namen des Vorstandes den rund 60 Gästen Alexander Dupont als neuen hauptamtlichen Stadtmanager vor. Zur grundsätzlichen Fragestellung „Was ist Stadtmarketing?“ waren sie der Einladung des neuen Gewerbe- und Tourismusvereins (G.u.T.) ins Rathaus in Ziegenhain gefolgt.

„Beim Stadtmarketing wird die Stadt als Produkt betrachtet“, leitete Alexander Dupont seinen Vortrag ein. Für ihn bestehe die Stadt aus ihren Bürgern, Betrieben und Besuchern. Seine Tätigkeitsfelder

„Der Stadtmanager wird nur mit unserer Hilfe erfolgreich sein können.“

Engin Eroglu

sehe er in der Koordination der Akteure und einer aktiven Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem sieht sich Dupont als Begleiter und Ideengeber für besondere Veranstaltungen, des Innenstadtmanagements und im Tourismus.

Dupont zeigte in seinem Vortrag erste neue Ideen für die Stadt. So berichtete er, dass er sich für das Förderprogramm „Ab in die Mitte – Die Innenstadtoffensive Hessens“ bewerben wolle, um zusätzliche Fördergelder für die Stadt zu erhalten.

Von der Leader-Region Schwalm-Aue erhofft sich Dupont ebenfalls Geld („Fördermöglichkeiten“). Mit den Märchenfiguren des Künstlers Lutz Lesch in der Bahnhofstraße habe er sich beim Tourismuspreis der Grimm Heimat Nordhessen in der Sonderkategorie „Nachhaltigkeit“ beworben. Er wolle die Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt stärken. „Ich möchte ein positives Stadtimage pflegen und ausbauen“, erklärte Dupont, „mit Schwalmstadt sollen Werte verbunden werden“.

Er könne sich gut vorstellen, die touristischen Angebote der Stadt in enger Kooperation mit dem Tourismusservice Rotkäppchenland vermehrt in Pauschalangebote zu gießen. Er denke beispielsweise an Natur- oder Stadtführungen, die mit Restaurantbesuchen und Übernachtungen kombiniert werden könnten.

In der anschließenden Diskussion gab es neben konkreten Fragen zu einzelnen Veranstaltungen die grundsätzliche, wie Dupont der besonderen Situation Schwalmstadts mit zwei Innenstadtzentren und zahlreichen kleineren Orten gerecht werden wolle. Dupont sah in der Gründung des Vereins G.u.T. schon den ersten Schritt zu einer größeren Einheit und betonte: „Die geplante Fusion der Gewerbevereine bieten die Chance zu einem einheitlichen Erscheinungsbild, das sich nach innen und außen kommunizieren lässt.“

Bernd Gundlach wies auf die schwierige Situation der Einzelhändler mit ihren Umsatzrückgängen in den vergangenen Jahren hin. „Doch Licht am Ende des Tunnels ist zu sehen“, so Gundlach. „Unsere Chance ist der Service, damit können wir die verlorenen Kunden zurück gewinnen.“ Engin Eroglu, 2. G.u.T.-Vorsitzender, beendete die Veranstaltung mit einem Appell: „Der Stadtmanager wird nur mit unserer Hilfe erfolgreich sein können. Er ist der Moderator, aber wir alle sind gefragt, uns ehrenamtlich für unsere Stadt zu engagieren.“

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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