Synode des Kirchenkreises Homberg tagte in Borken – Mehr ehrenamtliche Helfer

Die Vielfalt der Diakonie

Sie haben viele Ideen für Diakonie in der Gemeinde: der Diakonieaussschuss in Borken mit Pfarrerin Angela Lehmann, Ulrich Meyer, Anita Sattler und Charlotte Eilers (von links). Foto: privat

Borken. Die Bedeutung und die Vielfalt der diakonischen Arbeit im Kirchenkreis Homberg standen im Mittelpunkt der 10. Tagung der Kirchenkreissynode in Borken.

Das Hauptthema lautete „Diakonie im Kirchenkreis. Impulse, Gespräche, Projekte.“ Pfarrerin Margret Artzt, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Schwalm-Eder, führte mit einem Vortrag über die Grundlagen der Diakonie in das Thema ein.

Die Mitglieder des Diakonieausschusses Borken eröffneten die Tagung mit einem Beitrag über „Wer ist denn mein Nachbar?“, verknüpften dabei das diakonische Anliegen mit der Lebenswirklichkeit. „Das war sehr schön“, sagte die kommissarische Dekanin des Kirchenkreises, Sabine Tümmler.

Exemplarisch für das vielfältige diakonische Wirken im Kirchenkreis sind vier Projekte, die bei der Tagung detailliert vorgestellt wurden. • Der Diakonieausschuss der Kirchengemeinde Borken. Unter anderem bietet er eine Hausaufgabenbetreuung und einen Fahrdienst zur Homberger Tafel an. Außerdem gibt es eine rege Besuchsdienstarbeit. • Die Homberger Tafel. Koordinator Peter Laukner berichtete über die Arbeit in Homberg, die von 50 ehrenamtlichen Helfern erst ermöglicht wird. Sie sammeln und verteilen überzählige gespendete Lebensmittel. • Der EinLaden am Obertor in Homberg. Projektleiter Jürgen Kurz stellte das Projekt „Teilhabe ermöglichen“ vor. Im EinLaden befinden sich neben der Tafel auch ein Secondhand-Laden und eine Begegnungsmöglichkeit. • Die Diakoniestation Wabern. Die Pflegedienstleiterin Doris Möller-Comtesse und ihre Stellvertreterin Swetlana Butsch berichteten über ihre Arbeit. Neben der häuslichen Pflege bieten sie auch Demenzgruppen und Betreuung von pflegenden Angehörigen an, außerdem gestalten sie jährliche Diakoniegottesdienste.

Die Synode verabschiedete außerdem eine Stellungnahme an die Landessynode zur neuen Trau-Agende der Landeskirche, die in der Kreissynode durchweg positiv aufgenommen wurde.

Die Agende gibt quasi eine Handlungsanweisung für die Pfarrer. „Sie ist 30 Jahre alt und hatte eine Überarbeitung nötig“, so die Dekanin.

Sabine Tümmler berichtete über den neuesten Stand der Fusion der beiden Kirchenkreise Homberg und Fritzlar. Bis Ende 2012 sollen nun zunächst die beiden Kirchenkreisämter fusionieren und danach ihren neuen Standort in Homberg erhalten. Derzeit wird noch ein geeignetes Gebäude gesucht.

In ihrem Jahresrückblick berichtete die Dekanin, dass die Mitgliederzahl im Kirchenkreis Homberg im vergangenen Jahr leicht gesunken sei. Positiv sei jedoch, dass die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter erfreulicherweise um 94 gestiegen sei

Neue Pfarrer

Als Personalien wurde mitgeteilt, dass Doreen Göbel am 1. November die Pfarrstelle Wernswig 2 übernehmen wird, mit einem Auftrag für die Waberner Werkstätten. Sie wird am 6. November um 10.30 Uhr in einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. Die Pfarrstelle Wernswig 2 wird am 1. Februar 1012 neu besetzt. (ula)

• Mehr im Internet: www.kirchenkreis-homberg.de, www.projekt-teilhabe-ermoeglichen.de, www.diakonie-wabern.de

Quelle: HNA

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