Felsberger Bürgersaal

Vier nordhessische Bands heizten bei der Felsberger Rocknacht ein

Felsberg. Egal ob Fan von Metal, Hard-Rock, Pop, Rap oder Indie: Im Felsberger Bürgersaal kamen unter der Regie der Stadtjugendpflege am Samstagabend Musikliebhaber aller Stile zusammen.

Zwischen Nebelschwaden und bunten Scheinwerfern schwoften harte Rocker in schwarzer Lederkutte neben Gruftis mit violettem Haar und Stachelhalsband oder zarten Mädchen in rosa Korsagen bis spät in die Nacht zur Musik von vier nordhessischen Bands.

Neben Fullax aus dem Melsunger Altkreis waren in diesem Jahr auch die Musiker von Pola (Kassel), Zerious (Fuldabrück) und Leftover Voltage (Schwalmstadt) bei „Rock im Rathaus“ mit von der Partie.

Nach der Schließung des Ratskellers hatte die Stadtjugendpflege die Felsberger Rocknacht in den Bürgersaal verlegt. Vor 15 Jahren startete die Rocknacht als Band-Wettbewerb. „Heute ist sie zur Plattform für regionale Musiker geworden“, erklärte Stadtjugendpfleger Arnd Meckling-Kiepe. „Im Schwalm-Eder-Kreis ist musikalisch für die junge Generation leider viel zu wenig los“, bemängelten viele Gäste, die den Abend in Felsberg in vollen Zügen genossen.

Im Gepäck hatten die Bands der Rocknacht neben Liedern aus eigener Feder vor allem eine Menge eingeschworener Fans. Die begrüßten die jungen Musiker unter Jubelrufen gerne per Handschlag am Eingang und gingen auch während des Konzerts immer wieder auf Tuchfühlung.

Den Auftakt machten Fullax (nordhessisch für Faulenzer) mit elektronischem Indie-Pop und deutschen Texten. Zum Lied „Laserlicht“ wirbelten die Fluter und glühten die Feuerzeuge.

„Chancen für junge Bands bieten sich vor allem überregional. Inzwischen absolvieren wir fast jede Woche einen Auftritt irgendwo in Deutschland“, resümierte André Gonther von Leftover Voltage, die eine Mixtur aus Rock, Hardcore und Rap spielten.

Mit „Tune of Dead“ oder „Prisoner“ gab es düstere und surreale Musik von Zerious zu hören. Die Fuldabrücker Musiker zogen eine Schar Anhänger nach Felsberg. Die 2006 gegründete Southern Metal- und Hard-Rock-Band biete mit ihren Texten „viel Raum für Interpretation“, wie Mitglied Dennis Kersten formulierte.

Die Kasseler Band Pola ist in Felsberg bekannt und war auch am Wochenende wieder mit von der Partie. Sie vertritt ihren ganz eigenen Musikstil, in dem die drei Musiker Erlebtes und Gefühle verarbeiten.

Zwölf Jugendliche hatten das Konzert in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadtjugendpflege geplant und begleitet. „Ein halbes Jahr hat die Organisation in Anspruch genommen“, berichtete Christian Lengemann.

Von Katja Rink

Quelle: HNA

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