Projekt des Instituts für Bildung und Wissenschaft

Vier Vereine holten Flüchtlinge ins Boot

Schwalm-Eder. Barrieren zwischen Flüchtlingen und Vereinen abbauen: Darum hat sich das Felsberger Institut für Bildung und Wissenschaft im vergangenen Jahr gekümmert. Von Erfahrungen sollen nun alle Vereine im Landkreis profitieren.

Das Institut hatte eigenen Angaben zufolge Flüchtlingen Vereinsangebote vermittelt, um ihre Deutschkenntnisse zu fördern und ihnen soziale Kontakte zu vermitteln. Dafür erhielt es Zuschüsse vom Bund und dem Landkreis, der das Vorhaben über sein Projekt „Gewalt geht nicht“ mit betreute. Kooperationspartner waren laut Felsberger Institut der FC Homberg 1924, der SV Ascherode, der Tanzsportclub Schwalmkreis und der ESV Jahn Treysa. Diese Vereine organisierten beispielsweise ehrenamtlich Fahrdienste zum Sporttraining, benannten Integrationsbeauftragte, boten Tanzkurse an oder motivierten wie in Treysa Flüchtlinge zum Stadtlauf.

Auch Kurioses war zu meistern, bilanzierte Birgit Werther vom Institut für Bildung und Wissenschaft. So hätten Flüchtlinge beim FC Homberg nicht alle üblichen Papiere für einen Spielerpass gehabt. Deshalb habe Jugendleiter Christian Marx beim Hessischen Fußall-Verband jeden Fall prüfen lassen und so die Pässe am Ende bekommen, mit denen man an Turnierspielen teilnehmen kann. Die Prüfung solcher Einzelfälle ist in Zweifelsfällen grundsätzlich immer möglich, erklärte ein Sprecher des Fußball-Verbandes. Zu den Ergebnissen des Projekts gehört auch ein Faltblatt für Vereine. Es listet rund um die Beteiligung von Flüchtlingen am Vereinsleben Ansprechpartner und Tipps auf.

In den 27 Städten und Gemeinden des Landkreises leben derzeit laut Kreisverwaltung 639 Flüchtlinge. Die meisten von ihnen wohnen in Schwalmstadt, Homberg und Schwarzenborn in den dortigen Gemeinschaftsunterkünften.

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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