Ippinhausen und Naumburg sind jetzt Sperrgebiet

Virusseuche bei Forellen im Wolfhager Land ausgebrochen

Wolfhagen. Im Wolfhager Ortsteil Ippinghausen ist in einer Fischhaltung die Forellenseuche ausgebrochen, teilt das Veterinäramt des Landkreises mit. Ansteckungsgefahr für Menschen bestehe nicht.

Es handelt sich bei Forellenseuche (VHS) aber um eine anzeigepflichtige Fischvirusseuche, die zu hohen Verlusten im Fischbestand führen könne. Das Sperrgebiet betrifft die Gemarkungen Ippinghausen und Naumburg.

Das Überwachungsgebiet umfasst die Gemarkungen Altenstädt und Teile der Gemarkung Elbenberg (der nordwestliche Teil des Naumburger Stadtteils). „Von Viraler hämorrhagischer Septikämie (VHS) sind in aller Regel Forellen betroffen“, sagt die Leiterin des Kreisveterinäramtes Dr. Sabine Kneißl. An der VHS erkranken Regenbogenforellen, Bachforellen, Äschen, Hechte und Felchen. Alle anderen Forellenfische und auch andere Fischarten können aber Überträger der Seuche sein. Mögliche Übertragungswege sind die direkte Ansteckung von Fisch zu Fisch oder indirekt über Geräte und den Menschen, sowie über fischfressende Tiere wie Kormoran, Graureiher und Fischotter.

Das Krankheitsbild der VHS kann mit Ödemen, Blutungen, Auftreibung des Leibes und Hervortreten der Augen einhergehen. Bei plötzlich auftretenden Todesfällen können diese Symptome allerdings fehlen.

Fische ohne klinische Symptome und ohne zum Beispiel Blutungen können unter Beachtung der Vorschriften der Fischseuchenverordnung als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden. Derzeit untersucht das Landeslabor Gießen die betreffenden Fischbestände der Sperrgebiete.

Der Ausbruch oder auch nur der Verdacht des Ausbruchs dieser Seuche ist anzeigepflichtig und gilt bei Zuwiderhandlung als Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße von bis zu 30 000 Euro geahndet werden.

Quelle: HNA

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