Facebook-Beitrag war Stein des Anstoßes

Volksverhetzung: Anzeige gegen Bürgermeisterkandidat Pillardy

Stein des Anstoßes: Der Facebook-Beitrag von Pillardy.

Wolfhagen/Ehringen. Gegen den Bürgermeisterkandidaten Henricus Pillardy liegt eine Anzeige wegen Volksverhetzung vor. Das berichtet Polizeisprecher Torsten Werner. Grund ist ein Facebook-Beitrag. 

Den Beitrag veröffentlichte Pillardy am 9. Januar in dem sozialen Netzwerk. Mittlerweile wurde er aber wieder gelöscht.

In dem Beitrag äußert sich der gebürtige Wolfhager zu den Ereignissen der Silvesternacht in Köln. Schuld an den Übergriffen seien die „Neger, die ihre Triebe nicht im Griff haben“, und dass täglich „vier Millionen Übergriffe von Asylanten“ verzeichnet werden. Schuld trügen aber auch die Frauen, so der 21-Jährige. Denn die würden sich „aufreizend anziehen“. Hinterher „dann bitte nicht beschweren, wenn sie vergewaltigt und ermordet werden“.

Volksverhetzung: Gegen Henricus Pillardy liegt eine Anzeige vor. Foto:  Elmar Schulten/nh

Mit den Hashtags stolz, männlich und weiß beschließt er den Eintrag. Schon häufiger stand Pillardy in der Kritik wegen seiner Facebook-Beiträge. Unter anderem unterzeichnete er einen mit den Worten „Mit freundlichen Grüßen Adolf Hitler“.

Dass es Satire sei, sagte der Student bereits häufiger. Doch zu erkennen ist dies nicht. Auch für die Polizei und den Staatsschutz nicht. Auf Bitten der HNA hatte sich Polizeisprecher Torsten Werner mit einem Mitarbeiter des Staatsschutzes den Beitrag angeschaut, den die HNA gesichert hatte.

Solche Beiträge „lassen uns aufhorchen“, sagte Werner. Und: „Das geht zu weit.“ Pillardy wird nun eine Anzeige wegen Volksverhetzung bekommen, an die Staatsanwaltschaft wurde der Facebook-Beitrag bereits weitergeleitet. Ob die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleiten wird, ist noch unklar.

Zuletzt stand Henricus Pillardy in der Kritik, weil der Verdacht erhoben wurde, er hätte bei der Sammlung der Unterstützerunterschriften für die Bürgermeisterkandidatur betrogen. Er sagte damals, dass er zu jeder Zeit darauf hingewiesen habe, dass er Unterschriften von Unterstützern sammle.

Im aktuellen Fall war Henricus Pillardy bis zum Abend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen - er verfügt weder über ein Handy noch über ein Festnetztelefon.

Quelle: HNA

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