Nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin war am Samstag zu Gast in Bad Zwesten

Volle Kraft im Wahlkampf

Ihr schlug viel Sympathie entgegen: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft lockte am Samstag viele Menschen ins Bad Zwestener Kurhaus. Neben ihr der Bürgermeisterkandidat Dietmar Schaub und MdL Regine Müller, ihr gegenüber Vizelandrat Winfried Becker, MdL Günter Rudolph und (halb verdeckt) MdB Dr. Edgar Franke. Foto:  Brandau

Bad Zwesten. Gerhard Faßhauer aus Großenenglis hatte sich auf den Besuch von Hannelore Kraft in Bad Zwesten gut vorbereitet. Der Borkener Lehrer hatte eigens sein 34 Jahre altes Parteibuch rausgesucht, damit die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und SPD-Landesvorsitzende in NRW es signieren konnte. Damit steht nun auch ihr Name unter den Autogrammen solch prominenter Genossen wie Peter Struck, Björn Engholm, Hans Eichel und gar der verstorbenen Regine Hildebrand.

Hannelore Kraft war auf Einladung des SPD-Unterbezirks Schwalm-Eder am Samstag im Kurhaus zu Gast. Dabei bestach sie durch große Natürlichkeit und ein sicheres Auftreten. Und dass, obwohl sie am Abend zuvor bis in den frühen Morgen den Kölner Karneval gefeiert habe, wie sie frank und frei zugab. Den Sympathiewerten beim Wahlkampfauftritt in Bad Zwesten aber schien das offenkundig keinen Abbruch zu tun.

Bildung ist zentrales Anliegen

Ob es nun am großen Erfolg der SPD bei der kürzlich erfolgten Hamburger Bürgerschaftswahl lag oder aber am parteieigenen Optimismus: Die Stimmung bereits für den Karneval mit Girlanden und Luftballons geschmückten Kurhaus war prima.

SPD-Gemeindeparteivorsitzender Heinrich Haupt, Bürgermeisterkandidat Dietmar Schaub und Vizelandrat Winfried Becker legten bei den Reden vor, bevor Hannelore Kraft zu ihren drei zentralen Anliegen kam – Bildung, Gesundheitspolitik und der oft desaströsen finanziellen Lage der Städte und Gemeinden.

Kraft, die eine Banklehre absolviert und Wirtschaftswissenschaft studiert hat, betonte die Bedeutung der Bildungspolitik. Ein Land, das bereit sei, marode Banken zu retten, dürfe keinesfalls an der Bildung von Kindern scheitern. Jede Investition in die Bildung sei wichtig für Deutschland: „Wenn wir es jetzt nicht schaffen, junge Leute in Ausbildung und Beruf zu bringen, werden wir auch keine gute Zukunft haben“, rief sie in den Saal, in dem die Menschen zustimmend nickten.

Viel Zeit zum Handeln aber bleibe nicht mehr: Deutschland könne sich keine zögerlichen Trippelschritte mehr leisten, um die Probleme in den Griff zu bekommen: Jetzt aber seien dringend Siebenmeilen-Stiefel gefragt, sagte die 49-Jährige.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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