Verwehungen im Hochland, aber keine Straßen gesperrt

Voller Einsatz im Kampf gegen Schnee

Kreisteil Melsungen. Das Gute: Die Straßenmeisterei Melsungen hat noch das halbe Lager voll Steusalz und bekommt am Montag Nachschub. Das weniger Gute: Es soll weiter schneien. Das bedeutet für alle, die räumen und streuen müssen: Raus und den Schnee beiseite kehren.

Für die 20 Mitarbeiter der Straßenmeisterei Melsungen hieß es ab Donnerstagnachmittag erneut: Voller Einsatz rund um die Uhr, bis zu zehn Stunden in Wechselschicht. Zum Glück, so der Leiter der Melsunger Straßenmeisterei, Klaus-Bernd Eilhauer, waren zwei defekte Räumfahrzeuge gerade rechtzeitig wieder flott gemacht worden.

Mit sechs Wagen waren die Männer auf den 380 Kilometern zwischen Söhre und Knüll auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen unterwegs. Ein siebtes Fahrzeug war speziell für die Steigungsstrecken am Stiegberg, am Körler Berg, am Sommerberg und für die Autobahnzubringer nach Ostheim und Melsungen eingeteilt.

Offenbar waren am Freitagnachmittag viele Autofahrer zu Hause geblieben. Es sei auffallend wenig Verkehr gewesen, hätten ihm die Fahrer berichtet, sagt Eilhauer. Von größeren Staus und Unfällen hätten sie nichts erzählt, wohl aber von Schneeverwehungen. Insbesondere in der Söhre und im Hochland zwischen Ortsteilen von Malsfeld, Felsberg und Homberg hatte der Wind Schnee auf die Straßen getrieben. Im Kreisteil Melsungen mussten aber keine Straßen gesperrt werden.

„Zwischen 2 und 6 Uhr hat es besonders viel geschneit“, berichtet Eilhauer vom frühen Freitag. Bis Mittag waren die Fahrer erst einmal voll im Einsatz, haben dann nachgeräumt und bleiben übers Wochenende in Rufbereitschaft.

Wie es aussieht, wird es für sie kein ruhiges Wochenende werden: Für heute meldet der Wetterdienst weiteren Schneefall bei minus sieben bis minus zwei Grad. Auch in der Nacht zum Sonntag soll es teilweise noch kräftig schneien, dann im Tagesverlauf nachlassen und in der Nacht zu Montag sich wieder verstärken.

Wenn die Wetterprognose, die Eilhauer stets im Blick behält, stimmt, dann soll der Niederschlag in tieferen Lagen in Regen übergehen – trotz Frost. Der Straßenmeister: „Dann kann es richtig glatt werden.“

Ab 3 Uhr werden die Fahrer am Montag zu Kontrollen unterwegs sein. Am Samstag und Sonntag müssen sie erst um 5 Uhr startklar sein.

Quelle: HNA

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