Zwei Tote nach schwerem Unfall auf der A49 bei Wabern - Ursache noch unklar

Wabern. Am Morgen nach dem schweren Autounfall mit zwei Toten in Nordhessen ist die Ursache weiter unklar. Nach Polizeiangaben sicherte ein Gutachter in der Nacht die Unfallspuren auf der Autobahn 49.

Bilder vom Unfallort

Schwerer Unfall auf A 49 bei Wabern

Ob es Anhaltspunkte für einen medizinischen Notfall (Schlaganfall, Herzinfarkt) des Fahrers gibt, steht noch nicht fest. Ein Gutachten könne einige Zeit dauern, hieß es von der Pressestelle der Polizei in Kassel.

Möglicherweise - so eine erste Einschätzung der Polizei - war der Fahrer aber zu schnell auf regennasser Straße unterwegs.

Bei dem Unfall kurz hinter der Auffahrt zur A49, Anschlussstelle Wabern, waren am Sonntagabend gegen 19.50 Uhr ein Mann und eine Frau aus Delbrück aus Nordrhein-Westfalen getötet worden. Ein weiterer Erwachsener und drei Kinder wurden schwer verletzt.

Der 36-jähriger Autofahrer und seine 32-jährige Ehefrau starben noch an der Unfallstelle. Die drei Kinder des Ehepaares im Alter von neun Jahren, sechs Jahren und sieben Monaten wurden schwer verletzt.

Aktuelles Video vom Unfallort

Aktualisiert um 13.45 Uhr

Laut Polizei war die Familie an der Anschlussstelle Wabern auf die A 49 Richtung Kassel aufgefahren und dabei aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Fahrzeug quer über die beiden Hauptfahrspuren in die Mittelschutzplanke geschleudert.

Ein 27-jähriger Pkw-Fahrer aus Berlin, der die Autobahn in Richtung Kassel befuhr, konnte nicht mehr ausweichen und stieß mit seinem Wagen frontal in das querstehende Fahrzeug der Familie. Er wurde ebenfalls schwer verletzt und - wie auch die verletzten Kinder - in ein Kasseler Krankenhaus eingeliefert.

Ein dritter Wagen, der von einem 53-jährigen Mann aus Bielefeld gesteuert wurde, fuhr seitlich auf das querstehende Unfallfahrzeug. Der Mann blieb nach Polizeiangaben unverletzt.

Der Schaden wird von der Polizei mit 42.500 Euro angegeben. Die A 49 blieb in Richtung Kassel bis gegen Mitternacht voll gesperrt.

Aus dem Archiv: Zwei Tote auf A 49

Im Einsatz waren sechs Rettungswagen, Notärzte, der Leitende Notarzt des Schwalm-Eder-Kreises sowie der Organisationsleiter für den Rettungsdienst. Dazu Beamte der Autobahnpolizei Baunatal, ein Notfallseelsorger und die Fritzlarer Feuerwehr mit einem kompletten Löschzug. (zzp)

Quelle: HNA

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