Alt-Bischof Dr. Diethardt Roth erhielt Verdienstkreuz am Bande

„Vorbild für uns alle“: Alt-Bischof Dr. Diethardt Roth erhielt Verdienstkreuz am Bande

Ausgezeichnet: Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn überreicht Dr. Diethardt Roth (rechts) das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein soziales Engagement. Foto: Grenzebach

Melsungen. „Ich bin ein wenig im Zwiespalt, aber ich freue ich mich auch sehr über diese Auszeichnung“, sagte Dr. Diethardt Roth, dem der Hessissche Justizminister Jörg-Uwe Hahn am Samstag in Melsungen das Bundesverdienstkreuz am Bande überreichte.

„Denn eigentlich“, sagte Roth, „müssten alle Menschen, die mit mir arbeiten, diese Auszeichnung bekommen.“ Der Alt-Bischof engagiert sich unter anderem beim Melsunger Jugendtreff Haspel und im Verein Humanitäre Hilfe für Osteuropa als Vorsitzender.

Hahn würdigte Roths Engagement und sagte: „Er ist ein Vorbild nicht nur innerhalb der SELK, sondern für uns alle.“ Nicht immer sei das Verleihen eines Ordens positiv behaftet gewesen Aber dies sei eine besondere, persönliche, ausdrückliche Art des Staates, Danke zu sagen für ein besonders Engagement für die Gesellschaft, so Hahn weiter.

Hahn bat den 71-Jährigen, nun nicht abrupt mit dem Engagement aufzuhören. „Das hier ist nur ein Zwischenzeugnis - würde Roland Koch sagen“, witzelte der Minister. Er sagte, dass soziales Engagement und Ehrenamt eine Bereicherung und keine Belastung seien.

Doch nicht nur der Minister auch die anderen Festredner würdigten Roth und sein Engagement. „Er ist immer da, hat immer einen Rat und ist ein zuverlässiger und aufrichtiger Freund“, sagte E. Ulrich Bruckmann, Präsident des Melsunger Lions Clubs. Bernd Engelhardt vom Melsunger Jugendtreff Haspel befand: „Also, wenn er die Witterung aufgenommen hat, dann lässt er sich nicht vom Weg abbringen.“

Ein Orden für Susanne Roth

Diethardt Roth dankte neben Rednern und Gästen vor allem seiner Familie und seiner Frau Susanne. Für die hatte dann Barbara Schnirch, ein Freundin der Familie aus Bad Mergentheim (Baden-Württemberg), eine Überraschung parat. Sie überreichte Susanne Roth symbolisch einen Orden - ein helles Schleifenband mit einem Anhänger. „Die Hälfte des Ordens gehört Susanne“, sagte Schnirch und betonte wie schon Diethardt Roth: „Die Familie trägt immer alles mit.“

Über 90 Gästen wie etwa Vertreter der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der Evangelischen Kirche, des Melsunger Jugendtreffs Haspel, des Vereins Humanitäre Hilfe für Osteuropa, Bürgermeister Markus Boucsein und natürlich Familie und Freunde waren im Melsunger Lutherhaus dabei, um diese Auszeichnung gemeinsam mit Diethardt Roth zu feiern.

Nachdem offiziellen Teil klang das Ereignis gemütlich aus. Die Jugendlichen der Haspel halfen beim Kellner und bewirteten die Festgäste.

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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