Sparkassenversicherung sponserte technische Neuheit für Knüllwalder Feuerwehren

Vorhänge retten Leben

Rauchvorhänge für alle Knüllwälder Wehren: Rainer Schönewald, Geschäftsstellenleiter der Homberger Sparkassenversicherung, Kevin Grede, Dominik Lange, Gemeindebrandinspektor Carsten Löffler, Corinna Walter, Reinhold Strickrodt, Direktionsleiter der Sparkassenversicherung und Bürgermeister Jörg Müller. Foto: Thiery

Remsfeld. Sie sehen aus wie Duschvorhänge, sind aber technische Meisterstücke: Die 14 Rauchvorhänge, die die Homberger Sparkassenversicherung jetzt der Knüllwälder Feuerwehr schenkte, können im Falle eines Brandes Leben retten.

Die aus nicht brennbarem Material bestehende technische Neuheit wird bei Bränden nach dem Öffnen der Tür in den Rahmen eingehängt. So wird verhindert, dass sich der giftige Qualm im Haus ausbreitet. Das Tuch wird nach dem Öffnen der Tür mit einer Spreizstange an einem Metallrahmen im Türrahmen befestigt.

Da die Feuerwehrmänner meist in geduckter Haltung in brennende Räume eintreten, öffnen sie nur den unteren Bereich der Rauchverschlüsse.

Ziel der Technik sei es, giftige Brandgase vor allem aus dem Treppenhaus heraus zu halten, denn das ist in den meisten Fällen auch der Fluchtweg.

Nur wenn die Rettungswege rauchfrei sind, können Menschen schneller gerettet werden, sagte Reinhold Strickrodt von der Sparkassenversicherung.

Der mobile Rauchverschluss, wie das System auch genannt wird, erhielt von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes eine Auszeichnung. Den Vorhang gibt es in unterschiedlichen Breiten, er ist bis zwei Meter hoch. Sein Glasfasergewebe ist stabil und hält bis zu 500 Grad Hitze aus.

In kleinen Taschen verpackt, kann er im Einsatzfall leicht transportiert und schnell angebracht werden, sagte Gemeindebrandinspektor Carsten Löffler. Die Feuerwehr freue sich über das Geschenk der Versicherung, zumal alle Knüllwalder Wehren einen solchen Vorhang bekommen. Und der ist alles andere als billig: jeder einzelne kostet 450 Euro.

Die Sparkassenversicherung will bis Ende 2014 alle bei ihnen versicherten nordhessischen Städte und Gemeinden mit dem Rauchvorhang ausrüsten – und das betrifft immerhin 98 Prozent der Städte und Gemeinden.

Bürgermeister Jörg Müller bezeichnete die Aktion als einen pfiffigen Ansatz für den Mehrwert der Versicherung: Mit der kostenlosen Versorgung der Wehren versuche sie, noch höhere Schäden zu vermeiden.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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