Herkulesstaude verursacht bei Kontakt Verbrennungen auf der Haut

Vorsicht vor dem Riesen

Melsungen. Sie ist eine imposante Pflanze, doch sehr gefährlich: der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt. Hautkontakt gepaart mit Sonnenlicht verursacht schmerzhafte Verbrennungen auf der Haut. Die Staude, die bis zu 50 000 Samen ausbildet, sollte daher bekämpft werden.

Auf die Problematik macht die Stadtverwaltung Melsungen aufmerksam und gibt Tipps, wie man gegen die Pflanze und ihre Verbreitung vorgehen sollte: • Die Herkulesstaude hat eine rübenförmige Speicherwurzel. Nur aus dem oberen Teil kann die Pflanze wieder austreiben. • Deshalb sollte die Pflanze im Frühjahr und im Herbst durch Abstechen der Wurzel 15 cm unter der Erdoberfläche abgetötet werden. Tiefere Wurzelteile treiben nicht mehr aus sondern verrotten im Boden. • Der abgestochene Wurzelteil soll vom Laub abgetrennt und mit der Schnittfläche nach oben ausgelegt werden. Alternativ kann er auch über den Restmüll entfernt werden. • Die Entfernung der Blüten- bzw. Samenstände ist mit hohem Arbeitsaufwand und gesundheitlichem Risiko verbunden. • Die Blütendolden sollten nicht vor der beginnenden Samenreife abgeschnitten werden, da sonst neue Dolden gebildet werden. • Wenn die Hauptdolde ausgeblüht hat und schon Samen ansetzt, verfärben sich die Blätter der Herkulesstaude gelb, und die Pflanze beginnt abzusterben. In diesem Stadium müssen die Samenstände im Plastiksack entfernt und über den Restmüll entsorgt werden. • Auf keinen Fall sollten die Dolden auf den Flächen liegengelassen oder kompostiert werden, da es selbst an den abgeschnittenen Dolden zur Notreife der Samen kommt.

Persönlicher Schutz wichtig

• Vollständige Bekleidung, Handschuhe und eine Schutzbrille mit seitlichem Schutz. • Den Arbeitseinsatz bei bedecktem Himmel oder in den Abendstunden wegen der geringeren UV-Strahlung vornehmen. • Kein Einsatz von Freischneidern wegen der Spritzgefahr des gefährlichen Pflanzensaftes. (bmn)

Quelle: HNA

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