Wabern: Fotovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden

Strom aus Sonnenenergie: Die Dächer öffentlicher Gebäude in Wabern sollen solche Fotovoltaikanlagen erhalten - wenn auch nicht in dieser Größe. Foto: Archiv

Wabern. Bevor die staatliche Unterstützung für die Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung gänzlich gestrichen wird, will auch die Gemeinde Wabern in Fotovoltaik investieren. Für 150 000 Euro wird sie noch in diesem Jahr solche Anlagen auf Dächern von gemeindeeigenen Gebäuden installieren lassen.

Das Gemeindeparlament beschloss das am Donnerstagabend einstimmig. Gleichzeitig soll in der Folge geprüft werden, ob weitere Dächer auch privaten Investoren zur Verfügung gestellt werden können. Das war ein Vorschlag der Freien Wählergemeinschaft.

Kosten-Nutzen-Analyse

Aufgrund eines SPD-Antrages vom November 2009 hatte der Gemeindevorstand geprüft, welche Dächer auf welchen Gebäuden für eine Fotovoltaikanlage geeignet wären. Außerdem wurde eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt.

Besonders gut geeignet für Fotovoltaik sind danach sieben Gebäude: • DGH und Feuerwehr Hebel, • Mehrzweckhalle Wabern. • Feuerwehr Wabern, • Kindergarten Uttershausen, • Kindergarten Falkenberg, • Rathaus Wabern, • DGH und Feuerwehr Niedermöllrich.

Bereits mit einer Fotovol-taikanlage ausgerüstet ist die neue Kinderkrippe in Wabern, die seit knapp einem Jahr in Betrieb ist. Die bisherigen Zahlen zeigten, so Bürgermeister Günter Jung, dass die Kalkulation der Anlagenhersteller realistisch sei. as bedeutet, dass mit einer Rendite von 3,5 bis 3,7 Prozent für das eingesetzte Kapital zu rechnen sei.

Hingewiesen wurde außerdem auf den ökologischen Effekt durch CO2-Einsparung bei der Stromerzeugung.

Für private Investoren

Jochen Ritter von der FWG erneuerte einen Vorschlag seiner Fraktion, die Dächer privaten Investoren kostenlos für solche Anlagen zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde könne mit ihrem Kapital auch auf anderem Wege gute Renditen erzielen und andere ökologisch sinnvolle Projekte finanzieren, zum Beispiel bei der Energieeinsparung.

Auf mögliche rechtliche Probleme machte Bürgermeister Jung aufmerksam: Die Gemeinde könne nicht ohne weiteres auf Einnahmen verzichten, die sie machen könne.

Letztlich stimmten alle Gemeindevertreter einem Kompromissvorschlag von Parlamentsvorsitzendem Georg Bauer zu, nach dem zunächst die 150 000 Euro wie geplant investiert werden (das reicht vermutlich für die ersten drei Gebäude auf der Liste). Danach soll erneut geprüft werden, ob weitere Dächer, auch gegen eine Miete, anderen Investoren angeboten werden können.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare