Wabern war letzte Station der Blutspende-Rallye

Das Staffel-Ende mit Prominenz

Kiara Joy Richer, Kim Selina Richter und Lea Schlosser (links) freuen sich über ihre Autogrammkarten, die die Spielerinnen der SG 09 Kirchhof dabei hatten.

Wabern. Nach erfolgreichen Blutspende-Terminen in 210 Orten an 174 Tagen endete die Blutspende-Staffel des DRK quer durch Deutschland am vorletzten Tag des Jahres 2013 in Wabern.

Spielerinnen des Handball-Zweitbundesligisten SG 09 Kirchhof überbrachten das Staffelholz und standen für eine Autogrammstunde zur Verfügung. Am 1. Juli war die Staffel in Köngen in Baden-Württemberg gestartet worden. Sie durchlief 210 Orte, weil das Rote Kreuz im vergangenen Jahr 150 Jahre alt wurde und der Blutspendedienst seit 60 Jahren besteht.

Die Spielerinnen der SG 09 Kirchhof hatten das Staffelholz in Kirtorf abgeholt, Jana Pollmer überreichte es der Vizepräsidentin des DRK-Präsidiums, Freifrau Donata Schenck zu Schweinsberg (Oberaula). Die neunfache Großmutter hatte zur Verstärkung ihr jüngstes Enkelkind Fernanda mitgebracht. Anschließend nahm Bürgermeister Günter Jung das Holz von der Vizepräsidentin entgegen. In Wabern als letzter Station wird seit 1975 Blut gespendet. Ernst Schlosser, 1. Vorsitzender des DRK Wabern, und Kurt Schneider sind Männer der ersten Stunde.

Sie erzählten, dass es zu Beginn zwei Blutspendetermine im Jahr gegeben habe, jetzt sei man bei fünf angelangt. Beim der ersten Blutspende kamen 62, heute sind es pro Termin etwa 230 Spender. „Am heutigen Tag findet der 141. Blutspendetermin in Wabern statt. Im neuen Jahr hoffen wir, den 30 000. Blutspender begrüßen zu können“, sagte Schlosser. Damit habe man in Wabern fast 15 000 Liter Blut gesammelt, bilanzierte er ein wenig stolz.

Die Gruppe des DRK Wabern besteht aus 20 aktiven Helfern und vielen passiven Mitgliedern. Bereitschaftsleiter ist Jürgen Lehmann. Großer Andrang herrschte in der Mehrzweckhalle, in der vier Ärzte und zahlreiche Helfer vom Blutspendedienst die Spender betreuten. Eine seltene Ehrung erhielt Bernhard Henschel aus Edermünde: Er wurde für die 225. Spende mit der Ehrennadel in Gold mit Goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl 225 ausgezeichnet.

Henschel spendete 1972 das erste Mal Blut im VW-Werk. Da er die seltene Blutgruppe 0 negativ hat, wurde er immer wieder für Notfälle geholt. Seine Erklärung, warum er so oft Blut spendet, ist einfach: „Es ist ein tolles Gefühl, anderen Menschen zu helfen. Vielleicht brauche ich diese Hilfe auch einmal.“ Andreas Otto aus Wabern wurde für 100 Blutspenden ausgezeichnet.

Zu den ersten Gratulanten zählten die Vizepräsidentin des DRK und Bürgermeister Jung. Im kleinen Saal gaben die Handballerinnen der SG Kirchhof nach einer kurzen Stärkung den Fans Autogramme. Das DRK Wabern hatte mit der Unterstützung der Waberner Geschäftsleute eine Tombola organisiert. Pro Blutspender zahlt das DRK Wabern einen Euro: Dieser Betrag aus dem Verkauf der Lose soll Gerhard Kahl, dessen Wohnhaus und Disco kürzlich abgebrannt sind, zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: HNA

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