Präsentation im Januar geplant

Musikvideo auch in Wabern gedreht: Hände hoch für Toleranz

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Sie werben für Toleranz: Die Abschluss-Sequenz des „Helden“-Videos der Band „Ewa Parna und Mikado Sphinx“ wurde in der Mehrzweckhalle aufgenommen. Viele Waberner standen auf der Bühne und haben mitgesungen und getanzt. 

Wabern. „Jeder, den wir fallen lassen, fällt dorthin, wo Menschen hassen. Nein, das lassen wir nicht zu.“ So heißt es im Song der Band „Ewa Parna und Mikado Sphinx“.

Dazu gehören noch Sängerin und Sopransaxophonistin Rebecca Möller, Tobias Schulte am Schlagzeug und Komponist und Keyboarder Andreas Köthe. 

Als in den vergangenen Sommerferien Lied und Idee entstanden, war noch nicht abzusehen, was nun in der Waberner Mehrzweckhalle einen vorläufigen Abschluss fand. Zusammen mit vielen Wabernern haben die Musiker den Refrain für ihr Musikvideo „Helden“ gedreht.

Täglich teilen Politiker ihre Ansichten über nach Deutschland kommende Menschen in den Medien mit. Doch wie betrifft uns Einzelne die Situation direkt und emotional? Das wollten in einer Art Selbsterfahrung die jungen Musiker wissen. So starteten sie mit Freude und Fantasie ihr Toleranzprojekt als Inspiration und emotionalen Anschubser.

Verschiedene Waberner Gruppen - ob im Supermarkt, in der Apotheke oder im Rathaus - sangen das Lied und spielten so im Musikvideo mit. Zum Abschlussdreh kamen nun der „Junge Chor Zennern Chornetto“, der „Junge Chor Wabern“ sowie viele Waberner zusammen. So auch Familie Ricarda, Katalin und Rainer Kumaus. „Wir helfen Menschen aus Eritrea und Afghanistan“, sagten sie. Natürlich ehrenamtlich, wie es viele der Anwesenden tun.

Mehrfach müssen kleine Tanzschritte und der Refrain für das Video wiederholt werden. Jedesmal scheint die Gemeinschaft dabei zu wachsen. „Nachdenken, Diskussionen auslösen - die Reaktionen waren enorm“, sagt Andreas Köthe etwas atemlos und wohl selbst überrascht von den Auswirkungen des Toleranzprojektes.

So kommt das Video ins Netz

Wie bei der Ice-Bucket-Challenge im vergangenen Jahr soll sich „Helden“ über Facebook und Twitter verbreiten.

Die Band stellt dazu eine Instrumental-Version des Refrains online. „Dann bildet man mit Freunden und Kolle- gen einen Chor und filmt, wie man zusammen den Refrain singt. Das Video stellt man anschließend ins Internet und nominiert einen Freund, es genauso zu tun“, erklärt Andreas Köthe das Prinzip. Er will ein Zeichen setzen - aus Wabern hinaus in die ganze Republik.

Voraussichtlich im Januar soll das Video im Waberner Kulturbahnhof vorgestellt werden.

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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