Waberner Ernst Malkus erhielt das Bundesverdienstkreuz 

Setzt sich gern für andere ein: Ernst Malkus aus Wabern übernimmt seit 1974 ehrenamtlich Verantwortung. Ans Aufhören möchte der langjährige Kommunalpolitiker noch gar nicht denken. Foto: Großpietsch

Zur Ruhe setzen will sich der 75-Jährige noch nicht - engagiert ist er in vielen Bereichen

Wabern. Ernst Malkus lächelt. Entspannt sitzt der 75-Jährige an seinem Esszimmertisch. Er ist die Ruhe selbst – obwohl er am Freitag das Bundesverdienstkreuz von Mark Weinmeister, dem hessischen Staatssekretär für Europa-Angelegenheiten, überreicht bekam. Es ist die Anerkennung für fast 44 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, die mitunter auch an seine Substanz ging.

„Manchmal war’s schon heftig. Da gab es dann zwei bis drei Sitzungen an einem Abend. Um die zeitlich unter einen Hut zu bringen, haben sie dann auch mal bei mir zu Hause stattgefunden“, erzählt der langjährige Vorsitzende des TSV Wabern. 17 Jahre lang hielt er die Fäden des Vereins in der Hand, nachdem er die Tennisabteilung gegründet und 15 Jahre lang geleitet hatte. „Damals wollte ich aufhören. Zwei Jahre später – 1995 – trat dann aber unser Vorsitzender Manfred Uchtmann zurück, und ein Vorgänger meinte, ich könne das ja mal für zwei Jahre machen. Dass daraus eine so lange Zeit wurde, damit war meine Frau teilweise nicht einverstanden.“

Doch seine Frau Ingrid hielt Malkus den Rücken frei. „Ich bin ihr wirklich sehr dankbar. Es gab manches Mal auch Probleme, einen Nachfolger zu finden. Einfach zurücktreten wollte ich nicht.“ Für den Industriekaufmann überwogen stets die Vorteile des Ehrenamts. Sei es als CDU-Mitglied, als Ortsvorsteher oder Gemeindevertreter in Wabern, als Mitglied im Kreistag, im Aufsichtsrat der Schwalm-Eder-Kliniken oder bei seinen vielen anderen Posten. „Wenn man sich für das Ehrenamt entscheidet, dann ist es so, dass es auch mal Anfeindungen gibt. Das muss man aushalten oder man leistet Überzeugungsarbeit.“ Wenn der frühere kaufmännische Leiter einer Verpackungsfirma von seiner Passion erzählt, leuchten seine Augen.

Man merkt: Ihm liegen seine Mitmenschen am Herzen. „Wirklich wichtig war, dass es uns gelungen ist, in meiner Zeit als Kirchenvorstandsmitglied und CDU-Fraktionsvorsitzender die Diakoniestation in Wabern zu gründen. Die Betreuung von alten und kranken Menschen ist ja auch immer wichtiger geworden.“ Will Malkus denn gar nicht mehr aufhören? Er grinst, als er sich fürs Foto in Richtung Fernsehsessel begibt. „Ich möchte mich auch weiterhin einsetzen und meine Erfahrung weitergeben. Da kann mein Sessel ruhig noch ein bisschen warten.“

Ernst Malkus (75) stammt aus Falkenberg und zog nach der Hochzeit mit seiner Frau Ingrid (74) im Jahr 1968 nach Wabern. Mit seinem Eintritt in die CDU begann 1974 sein Engagement in Sport, Politik und Sozialem. Der Industriekaufmann spielte früher gerne Tennis und Fußball, schon seit Jahrzehnten kümmert er sich mit seiner Frau um die behinderte Schwägerin. 

Quelle: HNA

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