Mit dem Kauf und der Vermarktung des Kasernengeländes will Homberg in die Zukunft investieren

Wagner will die Kaserne kaufen und vermarkten 

Homberg. Die Stadt Homberg bleibt dabei: Sie will das Gelände der ehemaligen Kaserne kaufen und vermarkten. Auch in einer schwierigen finanziellen Situation müsse man in die Zukunft der Stadt investieren.

Das betont Hombergs Bürgermeister Martin Wagner und reagiert damit auf eine Pressemitteilung der Grünen.

Dazu gehöre auch das Kasernenprojekt. Um das Jahr 2000 seien in der Stadtverordnetenversammlung die Bebauungspläne des Kasernenareals einstimmig beschlossen worden. „Es war absehbar, dass Homberg Straßen, Kanäle, Wasser- und Stromleitungen und Lichtmasten letztendlich ins öffentliche Eigentum überträgt“, teilt Wagner mit.

Keine Rosinenpickerei

Nach Gesprächen mit Interessenten und dem Verkäufer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) sei deutlich geworden, dass eine einseitige Rosinenpickerei durch den Eigentümer und die Übertragung des Restes an die Stadt nicht hinnehmbar seien.

„Und wenn die Stadt das Leben nach der Bundeswehr organisieren muss, da sie die Planungshoheit und letztendlich Verantwortung für die Ver- und Entsorgung hat, dann sollte es so sein, dass für die Stadt noch etwas Gutes bleibt“, sagt Martin Wagner.

Also habe er Ansiedlungsgespräche geführt und umfangreiches Zahlenmaterial zur Verfügung gestellt. So umfangreiche Unterlagen zur Entwicklung von gewerblichen Flächen habe es bisher in Homberg noch nicht gegeben.

Wichtig sei es, dass man über die Einnahmen die Ausgaben wie zum Beispiel für die Infrastruktur bestreiten könne. Das sei mit diesem Ansatz gegeben, so Wagner.

Interessenten vorstellen

Eine Arbeitsgruppe habe unter anderem beschlossen, die Interessenten zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen.

Zudem habe der Magistrat die Bauleitplanung für eine Photovoltaikanlage entlang der Bahnschienen sowie für den Restbereich der ehemaligen Kaserne vergeben. „Es ist nicht, wie unterstellt wird, die gesamte Planung in Auftrag gegeben worden“, wird Wagner zitiert.

Das Projekt sei zukunftsweisend, weil keine Äcker in Gewerbefläche umgewandelt würden. Vorhandene öffentliche Infrastruktur, wie Leitungen, würden von Grund auf instand gesetzt. „Wir erzeugen mit der Realisierung von Photovoltaikflächen dauerhafte Einnahmen für die Stadt und nehmen damit an der Energiewende teil.“ Außerdem entstünden neue Arbeitsplätze. (may)

Quelle: HNA

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