Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen

Wahl wird Zitterpartie

Schwalm-Eder. Für den Wahlsonntag ist im Landkreis mit einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen um den direkten Einzug in den Bundestag zu rechnen.

Dr. Edgar Franke (SPD) und Bernd Siebert (CDU) trennten bereits vor vier Jahren nur 2,6 Prozentpunkte. Der Sozialdemokrat gewann den Wahlkreis 170 (Schwalm-Eder/Frankenberg) mit 42,3 Prozent vor seinem Dauerrivalen, der 39,6 Prozent erzielte. Ähnlich knapp könnte es nach Prognosen von Meinungsforschungsinstituten auch am Sonntag werden.

Insgesamt dürfen sich sogar fünf Bewerber aus dem Landkreis Hoffnungen auf einen Einzug in den Bundestag machen, neben Franke und Siebert sind das – dank ihrer Platzierungen auf den Landeslisten – Dr. Bettina Hoffmann (Grüne), Albrecht Glaser (AfD) und Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Die Linke). Sie sind jeweils auf dem 5. Platz der Landesliste gesetzt.

Für Siebert wird der Wahlabend wohl wieder eine Zitterpartie, wie er selbst sagt. So war es schon 2013, und 2009 zog er sogar mit zehnmonatiger Verspätung wieder in den Bundestag ein, erst als die Abgeordnete Lucia Puttrich in Hessen Umweltministerin wurde. Siebert ist auf Platz fünf der Hessen-Liste gesetzt. Alle Bewerber vor ihm werden aber voraussichtlich ihre Direktmandate gewinnen, sodass er der Erste von der Liste wäre, der nach Berlin ginge.

Aber auch für Franke ist die Wahl kein Selbstläufer. Nach den Prognosen könnte er den Wahlkreis wohl direkt gewinnen. Sicher ist das seiner Ansicht nach aber nicht. Und sollte Siebert diesmal an ihm vorbei ziehen, müsste er hoffen, dass Platz elf auf der SPD-Landesliste reicht. Gut platziert ist auch Heidemarie Scheuch-Paschkewitz. Sie rangiert auf Platz fünf. Nach den derzeitigen Prognosen könnten die hessischen Linken aber nur drei Sitze beanspruchen.

Vieles hängt auch davon ab, wie die Überhang- und Ausgleichsmandate die Ergebnisse beeinflussen.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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