Bis zu 6732 Helfer am 22. September

Wahlhelfer zu finden, wird immer schwieriger

Schwalm-Eder. Wahlhelfer sind immer schwerer zu bekommen: Kreiswahlleiter Jochen Dörrbecker berichtet, dass immer mehr Menschen den Job ablehnten, wenn sie dazu aufgefordert würden.

Dennoch sei die Versorgung im Landkreis noch gut. Wer angefragt werde, sei laut Wahlgesetz grundsätzlich verpflichtet der Aufforderung nachzukommen. Das werde aber im Einzelfall geprüft, gezwungen werde bislang keiner. In den meisten Gemeinden gebe es seit Jahren feste Mannschaften und damit so gut wie keine Defizite. Auch in der doppelten Belastung durch die beiden Wahlen sieht Dörrbecker kein Problem. Die Wahllokale seien trotzdem gut gerüstet für den Wahlsonntag am 22. September, auch wenn mit der Bundestagswahl und der Landtagswahl zwei Wahlen bewältigt werden müssen. Mehr Helfer könnten nicht eingesetzt werden, die Wahllokale müssten mit dem vorhandenen Personal klar kommen.

Fünf bis neun Mitglieder muss ein Wahllokal aufweisen. Maximal könnten so 6732 Wahlhelfer die Zettel auszählen. 3740 wären es, wenn nur die Mindestzahl antreten würde. In 323 Wahllokalen im Kreis werden die Wähler an die Urnen gehen. Die beiden Wahlzettel sind farblich unterschiedlich, da gebe es kein Vertun, zusätzliche Behältnisse seien daher nicht nötig. Dörrbecker verzeichnet einen deutlichen Zuwachs an Briefwahlen. In Melsungen wurden 1000 Briefwahlunterlagen zusätzlich angefordert. Er führt das auf die Vereinfachung des Prozedere zurück. „Man braucht keine besondere Begründung mehr wie früher“, sagte er. Die Marschrichtung für den Wahlsonntag steht fest: Erst wird die Bundestagswahl ausgewertet. Dörrbecker rechnet zwischen 21.30 Uhr bis 22 Uhr mit den Ergebnissen. Die Landtagswahl dürfte bis 22.30 Uhr ausgezählt sein. Die HNA wird am Wahlabend im Internet berichten.

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Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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