Schwalm-Eder-FDP will ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen

Auf in den Wahlkampf

Generationswechsel: Dieter Posch ist Landtagsabgeordneter der FDP, Wiebke Reich soll ihm nach dem Willen der Liberalen nachfolgen. Fotos: Dellit

Schwalm-Eder. Nordhessen geht es gut, und das ist maßgeblich der FDP zu verdanken, sagt jedenfalls die FDP. Mit einer kämpferischen Rede hat der frühere Wirtschaftsminister und heutige Landtagsabgeordnete Dieter Posch die Schwalm-Eder-Liberalen auf den Wahlkampf eingestimmt.

30 von ihnen waren zur Kreismitgliederversammlung nach Homberg gekommen, wo Posch betonte, die FDP müsse den Wählern ihre Erfolge deutlich machen. Die gute Lage am Arbeitsmarkt, die Erfolge von SMA und die Entwicklung der Universität Kassel, all das sei letzlich liberalen Politikern zu verdanken.

Für die Autobahn

Und Posch hatte noch mehr: den Weiterbau der A 44 („Das ist auf dem Mist liberaler Politiker gewachsen.“), das Konjunkturprogramm des Landes und natürlich die A 49. Der Weiterbau sei nur garantiert, wenn Schwarz-Gelb an der Macht sei.

Wiebke Reich, die nach dem Willen der Liberalen Posch im Landtag nachfolgen soll, berichtete aus dem Kreistag: „Wir geben uns Mühe, die liberale Flagge hochzuhalten.“ Die FDP wolle die Menschen vor Bevormundung bewahren, sagte sie, und nannte als Beispiel den von den Grünen an Schulen und in der Kreiskantine vorgeschlagenen „vegetarischen Zwangstag“. Es sei nun gelungen, diesen im Bildungsausschuss zu verhindern, erklärte Reich.

Kreisvorsitzender Nils Weigand hatte in seinem Rechenschaftsbericht von schrumpfenden Mitgliederzahlen auf nunmehr 293 im Landkreis berichtet. Zudem seien die Mitglieder im Durchschnitt relativ alt, es fehle an Nachwuchs. So waren auch in der Versammlung die Landtags- und Bundestagskandidaten Weigand, Reich und Dennis Majewski die jüngsten Mitglieder.

Finanziell gehe es der FDP dagegen gut, berichtete Schatzmeister Lars Grein, da es 2012 keinen Wahlkampf gab. Das Geld werde dieses Jahr gebraucht, um am 22. September erfolgreich zu sein. Diesen Optimismus strahlten alle Redner in Homberg aus.

Am Ende von Poschs Rede sagte ein Mitglied leise: „20 Abgeordnete kriegen wir nicht wieder.“ Und ein anderer antwortete: „Wunder gibt es immer wieder.“

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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