Gemeindeparlament

Schrecksbach: Wahlkampf in der letzten Runde

Schrecksbach. Am Sonntag wird im Kernort Schrecksbach der Gang zur Kommunalwahl vom März 2011 wiederholt, ein Gericht hatte den erneuten Urnengang verfügt.

Die Zusammensetzung des Gemeindeparlaments kann sich dabei ändern, auch erheblich, denn die Sitze sind knapp verteilt. Derzeit stellt die SPD-Fraktion die Mehrheit mit neun Sitzen. CDU und UWG haben jeweils vier Sitze. Der Gemeindevorstand ist von der Wahlwiederholung keinesfalls betroffen. Ändern sich die Kräfteverhältnisse im Parlament tatsächlich, hätte es eine andere Mehrheit als der Gemeindevorstand – eine Ausnahme in Hessen.

„Wir müssen abwarten, wie die Wahl ausgeht“, betonte Parlamentsvorsteher Martin Michel (SPD) im Gespräch mit der HNA. Der Sozialdemokrat beurteilt den Wahlkampf von UWG und CDU als „ungünstig“, es seien Fehler gemacht worden. So finde er es nicht in Ordnung, dass die Schuld für die Finanzmisere allein bei der SPD gesucht werde. Michel nannte es zugleich wichtig, dass die Schrecksbacher am Sonntag zur Wahl gehen. Das erhofft sich auch Klaus Hahn von der CDU-Fraktion: „Wir sind traurig, noch einmal wählen zu müssen.“ Erfahrungsgemäß sei die Wahlbeteiligung bei Wiederholungen sehr niedrig. Auf die Frage, ob die CDU und die UWG eine Koalition bilden, wenn sich die Mehrheiten verschieben sollten, antwortete Hahn, das „Fell nicht schon vorher verteilen“ zu wollen. Er sei allerdings froh, wenn das Thema der Nachwahl endlich vom Tisch sei.

Andreas Frisch, UWG-Fraktionschef, gab am Dienstag keinen Kommentar ab.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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