Der Wasserturm der Stadt Borken wurde ab 1969 gebaut und im Mai 1971 eingeweiht

Das Wahrzeichen wird 40

Er prägt das Stadtbild: Der Borkener Wasserturm wird in diesem Monat 40 Jahre alt. Foto: Dellit

Borken. Die Stadt wuchs und wuchs, das Wasser wurde knapp: Die Borkener Stadtwerke beschlossen deshalb im Februar 1969, einen Wasserturm zu bauen. Er sollte die Versorgung sichern.

Als Standort kam nur die Anhöhe nahe der Straße Metzen Tannen in Frage. Der nächste Hügel wäre der Weinkopf gewesen, der aber für einen solch großen Hochbehälter zu weit entfernt gewesen wäre. Noch dazu hätten alle Leitungen durch ein ehemaliges Bergbaugebiet geführt werden müssen.

Am Ende entschied man sich deshalb für den Turm im Stadtgebiet, der bis heute mit seiner Gesamthöhe von 50,95 Metern – 45,50 Meter davon überirdisch – in Betrieb ist und zum Wahrzeichen der Stadt Borken wurde. Schon am 15. August 1969 formulierte die Hessische Allgemeine die Schlagzeile: „Borken er-hält neues Wahrzeichen.“

Baukosten bei 1,2 Mio. Euro

Damals begannen die Bauarbeiten in der Kellerwaldstraße mit dem Betonieren der zwei Meter starken Fundamente. Das Richtfest wurde am 30. Oktober 1970 gefeiert. Die Baukosten betrugen annähernd 1,2 Millionen DM. Das war viel teurer als gedacht: Der Kostenvoranschlag lag noch bei 850 000 DM. Damit hatten sich die Stadtwerke entschlossen, eine enorme Summe zu investieren. Dennoch stellte der Wasserturm von allen Alternativen die kostengünstigste Lösung dar. Eine Druckstation wurde alleine aufgrund der hohen Personalkosten verworfen, da drei Arbeitskräfte für deren Funktion benötigt worden wären.

Versorgt 1500 Haushalte

Der Wasserbehälter fasst 330 Kubikmeter Brauch- und auch Löschwasser, um 1500 Haushalte mit Wasser zu versorgen. Gespeist wird der Turm über den Sammelhochbehälter an der „Schönen Aussicht“ und durch Wasserrohre. Zuerst füllt sich die Kammer mit Löschwasser, ein Überlauf leitet es in die Kammer mit dem Brauchwasser. Um frisch zu bleiben ist das Wasser immer in Bewegung.

Von Thomas Schattner

Quelle: HNA

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