Forstamtsleiter Christian Peter Foet will für Bäume als Klimaschützer sensibilisieren

Wald ist riesiger Schatz

Ein vielfältiger Lebensraum: Für das Melsunger Forstamt ist der Wald nicht nur Wirtschaftsfaktor und Holzlieferant, sondern auch Klimaschützer und Lebensraum. Foto:  Delpho

Melsungen. Wenn es etwas gibt, das Christian Peter Foet am Herzen liegt, dann ist es der Wald. Und wenn es eine Sache gibt, für die der Melsunger Forstamtsleiter die Menschen sensibilisieren möchte, dann ist es – ebenfalls der Wald.

Denn längst nicht alle wüssten den Wald zu würdigen. Denn der stelle viele Dinge zugleich dar: Arbeitsplatz, Wirtschaftsfaktor, Rohstofflieferant, Lebensraum, Sauerstoffproduzent und vor allem Klimaschützer. Das Anliegen der Forstleute sei es nun, den Blick für all das zu öffnen, das Bewusstsein zu schärfen.“

Das ist eine Aufgabe, die nicht leicht zu lösen ist. Schon gar nicht in einer Region, in der der Wald gesund und groß und dicht und damit wie selbstverständlich in der Gegend herum steht. Denn gerade rund um Städte wie Melsungen und Spangenberg sehen viele Menschen vor lauter Bäumen den Schatz nicht, von dem Foet da spricht.

Klimaschutzwald gepflanzt

Dass es diesen Schatz überhaupt gibt, ist laut Fort nur einer Tatsache zu verdanken: dem vor 300 Jahren entwickelten Gedanken der Nachhaltigkeit. Damals hatte Hans von Carlowitz die Idee, jedes Jahr weniger Holz zu schlagen, als tatsächlich auch nachwächst.

Die Konsequenz aus dieser damals wohl spektakulären Idee sind die vielfältigen Wälder, wie wir sie heute kennen. „Noch vor 100 Jahren hätte sich wohl kein Mensch vorstellen können, wie viele Baum-, Tier- und Pflanzenarten wir hier heute haben“, sagt Foet. Damals wurde Holz für die unterschiedlichen Lebensbereiche und Berufe benötigt: die Köhlerei, die Glasherstellung die Eisenverhüttung und als Brennmaterial. „Die Menschen waren allesamt auf den Wald als Rohstofflieferanten angewiesen.“

Daran habe sich nichts geändert: Bäume verwandeln CO2 in Sauerstoff. Der Wald ist der größte Klimaschützer, den man sich nur denken kann. Das hat sich aber tatsächlich noch nicht überall rumgesprochen, sagt Foet.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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