Kiefernreiche Gebiete gelten als ganz besonders gefährdet

Waldbrandgefahr steigt von Tag zu Tag

Wolfhager Land. Durch die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen steigt die Waldbrandgefahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet für die Region inzwischen die vierthöchste Stufe (hohe Gefahr).

Auch das hessische Umweltministerium warnt vor einer zunehmenden Brandgefahr in den Wäldern des Landes.

Besonders gefährdet seien Gebiete mit vielen Kiefern, sagt Theodor Arend von Hessen-Forst. „Da ist Südhessen eher betroffen als die hiesige Region.“ Kiefernholz enthalte mehr Öl als beispielsweise Buchen- und Fichtenholz. Daher entzünde es sich auch leichter. Allerdings gebe es auch im Altkreis Wolfhagen kiefernreiche Waldbereiche am Monschein bei Bründersen und im Ippinghäuser Staatswald. Der Forstbeamte bittet angesichts der Lage um erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksicht beim Waldspaziergang. „Rauchen und Feuer machen im Wald ist ohnehin verboten.“ Allerdings könne auch eine weggeworfene Bierflasche wie ein Brennglas wirken.

Waldbereiche sperren

„Bei uns entstehen Brände meist durch entzündetes trockenes Gras.“ Noch heute sehe man die Folgen des Waldbrandes am Zierenberger Schreckenberg vor einigen Jahren. Sollte die Trockenheit anhalten, müsse man sogar Waldbereiche sperren, sagt Theodor Arend.

Auch wenn die Auswirkungen eines Waldbrandes hierzulande nicht so groß sind wie beispielsweise in Ostdeutschland, bittet der Wolfhager Kreisbrandinspektor Frank Brunst um besondere Achtsamkeit im Wald. Bisher habe es zwar noch keinen Einsatz gegeben, die Brandgefahr steige jedoch von Tag zu Tag. „Wer ein Feuer entdeckt, sollte sofort die Notrufnummer 112 wählen“, sagt Brunst. Ein Einsatz bei großer Hitze stelle für die Feuerwehr eine enorme Belastung dar. Grillfeste und Lagerfeuer sollten deshalb bei dieser Gefahrenlage in den Garten verlegt werden.

Quelle: HNA

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