Hessenforst in Wolfhagen ist gegen einen Einschlagsstopp für alte Laubwälder

Hessenforst gegen Einschlagstopp: „Waldzustand ist bestens“

Biologische Vielfalt: Die Nachhaltige Forstwirtschaft der vergangenen 30 Jahre hat nach Aussage des Forstamtes dafür gesorgt, dass sich im Wald wieder seltene Tier- und Pflanzenarten vermehren konnten. Foto: Archiv/Müller

Wolfhager Land. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), NABU, Forum Umwelt und Entwicklung sowie die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordern einen sofortigen Einschlagstopp für alte Laubwälder.

Die Umweltverbände wollen, dass bis 2020 zehn Prozent des öffentlichen Waldes aus der forstlichen Nutzung genommen und rechtlich verbindlich als Urwälder von morgen ausgewiesen werden. Nur so könne die von der Bundesregierung im Jahr 2007 beschlossene Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt umgesetzt werden.

„Das ist nicht nötig und die Vorwürfe der Umweltverbände sind unberechtigt“, sagt Theodor Arend von Hessenforst in Wolfhagen. Die nachhaltige Waldwirtschaft der vergangenen 30 Jahre habe dafür gesorgt, dass der Wald ökologisch in einem hervorragenden Zustand sei. Der Anteil älterer Bäume habe zugenommen und auch die Tier- und Pflanzenwelt sei vielfältiger geworden. Als Beispiel nennt Arend die Rückkehr des Luches in die Region.

Kernflächenprogramm

Und das ist nicht alles: Hessen-Forst hat in diesem Jahr ein Projekt gestartet, mit dem der Artenverarmung im Wald entgegen gewirkt werden soll. Mit dem hessenweiten Kernflächenprogramm stelle man wertvolle Waldflächen - insgesamt 20 000 Hektar - außer forstlicher Nutzung, erklärt Forstamtsleiter Uwe Zindel. Es wurden sogenannte Hotspots gebildet. Das sind Waldinseln, auf denen sich seltene Pflanzen und Tiere weiter ausbreiten können.

Zusätzlich gebe es ein Netz von Altbäumen, die nicht gefällt werden dürfen. Sie fungierten als Trittsteine, beispielsweise für seltene Käfer.

Quelle: HNA

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