Arbeitskreis Festung fordert umfassende Sanierung

Wallgraben muss gerettet werden

Bernd Völker

Ziegenhain. Bei den noch in diesem Jahr startenden Arbeiten am Wallgraben in Ziegenhain sollte es aus Sicht des Arbeitskreis Festung nicht ausschließlich um eine Kampfmittelbeseitigung gehen, um den Wallgraben für Angler und Anwohner wieder nutzbar zu machen.

Damit bezieht sich der Arbeitskreis auf die Mitteilung des Justizministeriums, dass für die Arbeiten am Wallgraben in den nächsten drei Jahren sechs Millionen Euro bereit stünden.

Die Beseitigung der Sprengkörper sei „Voraussetzung für die eigentliche Sanierung des Wallgrabens“, erklärte Arbeitskreis-Vorsitzender Bernd Völker im Gespräch mit der HNA. Seinen Angaben nach habe der Arbeitskreis vor circa zehn Jahren gegen „große Widerstände von Seiten des Landes Hessens die Sanierung ins Rollen gebracht, um den Wallgraben zu retten“. Retten bedeute in diesem Falle, eine drohende Verlandung zu verhindern. Aus Sicht Völkers ist unklar, ob das Land eine Entschlammung des Grabens vornehme – und wie diese in den kommenden Jahren geregelt werden solle. Ob die Stadt dafür in Zukunft aufkomme, sei fraglich, meint Völker.

Er weist daraufhin, dass die Sanierung wichtig für den Erhalt der Gebäude innerhalb der Festung sei, da dessen Wasserspiegel mit dem Grundwasser korrespondiere. Die historischen Bauwerke innerhalb der Festung stehen auf Eichenpfählen und seien gefährdet, wenn der Grundwasserspiegel sich senke.

Deshalb fordert der Arbeitskreis Festung eine umfassende Sanierung des Grabens, die beeinhalte zum Beispiel eine Freilegung der unteren Kiesschicht, durch die das Grundwasser ungehindert strömen könne, damit so eine natürlicher Ausgleich entstehe. (syg)

Quelle: HNA

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