Waltraud (80) und Gerhard (83) Nafziger aus Neukirchen feiern Diamantene Hochzeit

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Zusammen ein Leben lang: Waltraud und Gerhard Nafziger gaben sich vor 60 Jahren in Ottrau das Jawort. Heute feiern sich ihre Diamantene Hochzeit. Foto:  Rose

Neukirchen. Gerhard Nafziger und seine Frau Waltraud kannten sich schon als Kinder: Beide Familien lebten durch die Kriegswirren bedingt in Ottrau, auf ein und derselben Etage eines Mehrfamilienhauses.

Mit 15 ließ sich Waltraud schließlich von Gerhard regelmäßig zum Tanzen ausführen: „Da hat es einfach gefunkt“, sagt der 83-Jährige. Am Mittwoch feiert das Paar aus Neukirchen Diamantene Hochzeit.

Der erste Sohn wurde geboren, eine Tochter folgte 1956, ein weiterer Junge 1959. Gerhard Nafziger, der in Immichenhain den Beruf des Schreiners gelernt hatte, fand in Frankfurt eine Arbeit. „Er fuhr mit dem Auto vor, mit wollte ich eigentlich nicht“, erzählt Waltraud Nafziger. Doch die Arbeit auf dem Land war knapp, so dass die Familie in die Großstadt zog, wo Nafziger in seinem Beruf arbeiten konnte. Elf Jahre lebte die Familie in der Main-Metropole.

Zurück in die Heimat

Mitte der 1960er-Jahre bot sich die Gelegenheit, zurückzukehren. Waltrauds Mutter hatte ein Grundstück in Neukirchen geerbt. Die Familie begann, ein eigenes Haus zu bauen. Anfangs pendelte Gerhard Nafziger noch nach Frankfurt, bis er 1970 eine Anstellung bei der Firma Merz fand, wo er als Schreiner und Bestatter bis zu seiner Rente 1992 arbeitete. Das Haus bauten Nafzigers komplett in Eigenleistung.

Waltraud Nafziger betreute die Großmutter bis zu deren Tod, danach fand sie in der Knüllstadt eine Stelle bei Schuh-Spohr. 25 Jahre war sie dort tätig. Freizeit blieb wenig: Denn Nafzigers kümmerten sich bis 1985 auch noch um ihre Feriengäste. Im Haus boten sie Zimmer an.

Waltraud Nafziger liebt zudem ihren Garten, in dem sie bis heute gern herum werkelt. Heilig war der Familie der jährliche Urlaub. Das zog es die Neukirchener zum Camping nach Italien. Gerhard Nafziger ging auch in seinem Ruhestand weiterhin gern auf Reisen: Mit einem Verwandten besuchte er zwei Mal das Nordkap.

Vor etwa 15 Jahren entdeckte der 83-Jährige zudem seine Leidenschaft für den Computer. Jeden Tag liest er seine E-mails. „Und ich schreibe mir mit der Tochter in Berlin“, erzählt er. Feiern wollen Waltraud und Gerhard Nafziger mit ihren Kindern, den fünf Enkeln, Freunden und Verwandten am Sonntag: „In der Kirche in Ottrau wurde mein Mann getauft, ich konfirmiert, und da haben wir auch geheiratet - dort wollen wir auch zur Diamentenen Hochzeit sein“, sagt das Paar. Gemeinsam mit seinen Gästen wird das Jubelpaar im Anschluss anstoßen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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