Weidelsburgverein Naumburg: Wandern mit Karte und Kompass

Lehren wandern mit Karte und Kompass: (von links) Wolfgang Ansuhn, Otto Hartmann und Robert Schmidt vom Weidelsburgverein Naumburg. Foto:  Renner

Naumburg. Wandern mit Karte und Kompass? Macht fast niemand mehr. Heutzutage werden meist nur noch GPS-Systeme oder Smartphone-Apps für Ausflüge in die Natur genutzt.

Dabei geht mit der Elektronik auch ein Stück Abenteuer verloren, finden die Mitglieder des Weidelsburgverein Naumburg.

Beim Familientag am Sonntag, 16. August, erklären sie Interessierten, wie man sich auf altmodische Art in der Natur zurechtfindet.

„Das Wandern mit Karte und Kompass soll nicht in Vergessenheit geraten“, sagt Wolfgang Ansuhn, Vorsitzender des Weidelsburgvereins. Deshalb entstand spontan die Idee, es Interessierten beim Familientag beizubringen. Hilfreich könnte das auch sein, sagt Schriftführer Otto Hartmann, wenn der Akku bei der elektronischen Hilfe leer ist, oder es schlicht keinen Empfang gibt.

Am kommenden Sonntag werden Ansuhn und seine Vorstandskollegen von 10 bis 13 Uhr am Campingplatz in Naumburg mit Karte und Kompass bereitstehen und Fragen beantworten. Denn es gibt einiges zu beachten für diejenigen, die auf die altmodische Art losziehen möchten. Das beginnt schon mit der richtigen Wanderkarte. „Der Maßstab ist wichtig“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Robert Schmidt. Etwa 1:25 000 sollte die Karte aufweisen, da ist dann jedes Detail gut zu erkennen, sagt er. Beispielsweise die Steigungen. „Je enger die braunen Linien aneinander sind, desto größer ist dort die Steigung“, erklärt Schmidt. So könne jeder Wanderer selbst entscheiden, welche Steigung er sich zumuten kann.

Überregionale Wanderwege sind auf den Karten weiß markiert oder mit einem großen X. „Regional sind die gelben Wege auf schwarzem Grund,“ erklärt Schmidt. Eine besondere Kennung haben auch die Wege, die rund um die Orte im Wolfhager Land liegen. Der Buchstabe E weist auf Bad Emstal hin, W auf Wolfhagen und N auf Naumburg. Insgesamt rund 300 Kilometer Wanderwege gibt es in der Region, schätzt Schmidt.

Ausflug in Hummelwerkstatt 

Wie dort Schutzhütten und Einkehrmöglichkeiten zu finden sind, erklären die Wanderfreunde am Sonntag ebenfalls. Auch die Funktion eines Kompasses erläutern sie dann.

Neben der Theorie ist beim Familientag am Sonntag auch eine kurze praktische Einführung geplant. Wer lieber die Hummelwerkstatt kennenlernen möchte, hat am Sonntag ebenfalls die Gelegenheit dazu. Für Essen und Getränke wird ist beim Familientag gesorgt.

Quelle: HNA

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