Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Waldjugend pflanzten Baum des Jahres

Wanderung für die Elsbeere

Treffen im Wald: Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Waldläufer der Waldjugend pflanzten zum Auftakt ihres Jahresprogramms den Baum des Jahres – eine Elsbeere. Foto: privat/nh

Wincherode. Gut gelaunt trafen sich Mitglieder des Bezirksverbandes Ziegenhain der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Waldläufer der Waldjugend am Waldrand bei Wincherode zur Eröffnung ihres Jahresprogramms.

Zuerst marschierte die Gruppe über den historischen Kirchenpfad zu der Stelle im Wald, wo bereits das Pflanzloch für den Baum des Jahres 2011, „Die Elsbeere“, vorbereitet war. Unter den kritischen Blicken der Erwachsenen und angefeuert mit gut gemeinten Ratschlägen machten sich die Waldläufer und ihr ehemaliger Forstpate Karl-Heinz Kreyling ans Werk.

Die Elsbeere wurde eingepflanzt, ein Holzpfahl daneben eingeschlagen und das Bäumchen gegen Wildverbiss geschützt. Da die Elsbeere in unseren Wäldern eine Rarität darstellt und von vorbeikommenden Wanderern nicht sofort erkannt wird, weist ein Schild auf den Baum des Jahres 2011 hin.

Im Jahr 2011 steht eine Baumart im Rampenlicht, die nach einer aktuellen Blitzumfrage die meisten Menschen gar nicht kennen. Das alleine ist schon ein wichtiger Grund für ihre Wahl zum Baum des Jahres. Der zweite ist ihre Seltenheit - obwohl sie fast überall in Deutschland wachsen könnte. Drittens hat sie eines der edelsten Hölzer, eine attraktive und relativ späte Blüte, eine traumhafte Herbstfärbung und Früchte, mit denen man hochwertige Delikatessen herstellen kann - wenn man davon weiß. Auch ist es nicht einfach eine Elsbeere anhand des Blattes zu bestimmen, da es Ähnlichkeiten mit denen des Ahorns gibt und die Elsbeere zudem in der Ausbildung ihrer Blätter sehr variabel ist. Da haben selbst Fachleute manchmal ihre Mühe.

Die Elsbeere erreicht ein maximales Alter von 200 bis 300 Jahren. Je nach Standort werden Baumhöhen von 20 bis 25 m erreicht. Das Holz der Elsbeere wird bis heute von Drechslern, Stellmachern und Tischlern sehr geschätzt. Es ist fest, schwer, elastisch und gut polierfähig. Heute gehört das Holz ausgewählter Stämme zum Höchstbezahlten mit Spitzenpreisen von bis zu 25 000 Euro je Kubikmeter furnierfähigen Wertholzes.

Nach der Pflanzaktion stärkten sich die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und die Waldjugendgruppe mit Kaffee, Tee und Kuchen in der Kamphütte Wincherode. Weiter ging es nach Weißenborn zur Zieglerskuppe und zum Kalkberg, wo Aronstäbe in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, Bärlauch, Waldmeister und Maiglöckchen zu bestaunen waren. Leider hielt der Rhönblick nicht das, was er versprach – der Berg hatte sich in der Ferne hinter Dunst versteckt.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare