Der digitale Überblick

Wanderwege im Naturpark Habichtswald werden mit GPS-Geräten erfasst

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Mit GPS-Geräten unterwegs auf Wanderwegen: Annika Hartmann, Leiterin des Naturparkzentrums Habichtswald, beteiligt sich an der digitalen Erfassung aller Wege im Naturpark. Unser Foto zeigt sie im Einsatz unterhalb der Helfensteine auf dem Habichtswaldsteig.

Wolfhager Land. Mit diesem Projekt dürfte der Naturpark Habichtswald Neuland betreten. Gemeinsam mit dem Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein und den zehn Mitgliedskommunen sollen sämtliche Wanderwege im Naturpark digital erfasst werden.

Die Daten werden, angefüttert mit weiteren Informationen über Zustand und Beschilderung, eingepflegt in ein Computerprogramm. Ziel ist ein schneller, digitaler Überblick auf das Wanderwegenetz. „Meines Wissens hat sich noch kein Naturpark mit der digitalen Erfassung aller Wege in seinem Einzugsgebiet befasst“, sagt Annika Hartmann, Leiterin des Naturparkzentrums Habichtswald.

Vor ihr und ihren im Februar geschulten Mitstreitern liegen etwa zwei Jahre Fleißarbeit. Ausgestattet mit GPS-Geräten müssen sämtliche beschilderten Wege abgelaufen werden. Der Naturpark hat sich in ein digitales System eingekauft, mit dem die Wanderwege verwaltet werden können. In diesem System werden die Daten zunächst gesammelt.

„Da daußen gibt es eine Fülle an Wegen. Und ihr Zustand ist von sehr unterschiedlicher Qualität“, sagt Annika Hartmann. Was allerdings fehle, sei ein Überblick. Manche Wege enden im Nirwana, andere sind zugewachsen. Es kann aber auch passieren, dass sich auf einer Breite von hundert Metern gleich drei Wege parallel durch die Landschaft fädeln. Und so hofft die 28-Jährige, dass bei Vorliegen aller Daten, das Wanderwegenetz bereinigt und auf den neusten Stand gebracht werden kann.

Vorteile verspricht sie sich auch bei der Pflege der Touren. Denn die Hinweisgeber, also jene Personen in den Kommunen, die die Wege digital erfassen, vermerken auch, in wessen Verantwortung sich eine Route befindet. Sie achten auf Beschilderung, Schutzhütten, Aussichtspunkte und Besonderheiten. Auch halten sie fest, ob es sich um einen Fernwanderweg, Abschntte des Habichtswaldsteiges oder einen kleinen, kommunalen Rundweg handelt.

„Ich bin wirklich sehr gespannt, was bei dem Projekt herauskommt“, so die Leiterin des Naturparkzentrums, die für die digitale Erfassung der Wege die FÖJler einspannen wird. Möglicherweise könne die Datensammlung als Grundlage für eine neue Wanderkarte dienen. Die Stadt Wolfhagen hat ihre Hausaufgaben bereits gemacht. Dort ist ein Großteil der Wege bereits erfasst. (ant)

Quelle: HNA

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