Oberaulaer Schwimmbad hat neue Solaranlage – Gemeinde kann Heizöl einsparen

Warm mit Hilfe der Sonne

Sonnenkollektoren sorgen für warmes Wasser: (von links) Uwe Schrön, Marc Klapper und Jörg Reichmann besprechen mit Bürgermeister Klaus Wagner und Bauamtsleiter Helmut Henning letzt Einzelheiten zum Bau der Solaranlage im Oberaulaer Waldschwimmbad Foto: Löwenberger/nh

Oberaula. Das Oberaulaer Waldschwimmbad ist für die Hochsaison gerüstet, doch das Wetter spielt nicht so richtig mit: Seit drei Wochen hätten sich Besucher über warmes Badewasser freuen können, wenn denn die Sonne öfter geschienen hätte. Denn seit dem 11. Juli ist die neue Solaranlage auf dem Dach des Allzweckgebäudes in Betrieb.

Um bis zu sechs Grad können die 80 Quadratmeter Kollektoren das Wasser an einem sonnigen Tag erwärmen. Bis zu 55 Kilowatt beträgt die thermische Leistung – das reicht auch an trüberen Tagen immer noch für ein Plus von drei Grad. 75 000 Kilowattstunden im Jahr soll der Sonnenfänger bringen, etwa die Hälfte davon soll das Badewasser, die andere Hälfte das Brauch- und Duschwasser erhitzen.

Sparen seit dem Start

Damit könne die Kommune rund 10 000 Liter Heizöl einsparen, immerhin seien in Spitzenjahren rund 25 000 Liter des fossilen Brennstoffs verbraucht worden, erklärt Bürgermeister Klaus Wagner, und berichtet weiter: „Trotz des miesen Wetters haben wir jetzt seit der Inbetriebnahme schon 830 Liter gespart.“

Dazu werde die CO2-Emission um etwa acht Tonnen im Jahr gesenkt, ergänzt Marc Klapper, der die 35 000 Euro teure Anlage gemeinsam mit den Kollegen der Reichmann und Schrön GmbH, beides Oberaulaer Unternehmen, in Rekordzeit installiert hat. Den Beschluss für den Bau der Anlage fasste das Oberaulaer Parlament erst am 14. Juni.

Becken verliert Wasser

Derzeit plagt die Schwimmbadbetreiber neben mangelnden Besuchern aber noch ein anderes Problem. Täglich verliert das Becken rund 20 000 Liter Wasser. Vier bis acht Grad kaltes Wasser muss daher ständig zugeführt werden. Das ist nicht nur teuer, es bringt die Solaranlage auch an ihre Grenzen, zumal keine Sonne scheint.

Jetzt glauben die Verantwortlichen ein defektes Rohr als Verursacher ausgemacht zu haben.

Wenn dem so ist, dann soll das Badewasser im Oberaulaer Waldschwimmbad ab der kommenden Woche wieder 23 Grad warm sein – zumindest wenn es noch einmal richtig Sommer wird. (zlb/nh)

Quelle: HNA

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