Unmut über Bepflanzung und Trafo-Häuschen am neuen Rewe-Markt in Neukirchen

Warten, dass es wächst

Noch öde, hinten das unerwünschte Trafohäuschen, die Mulde ist nahezu vollständig mit Splitt verfüllt: Die Anliegerinnen Erika Flachs und Silke Arndt, links Martin Fehrmann vorigen Donnerstag in der Schillerstraße. Foto: Quehl

Neukirchen. Unmut regt sich kurz vor der Fertigstellung des Rewe-Marktes bei den Anwohnern der Neukirchener Schillerstraße. Die Straße verläuft unmittelbar hinter dem Neubau. Um den Blick auf den Betonklotz etwas abzumildern, versprach Bauherr Eberhard Unger im Vorfeld, die säumenden Rabatten zu begrünen. Das geschah nach Aussage der Anwohner zu spät, nämlich erst am Dienstag. Auch mit der Art der Bepflanzung sind die Neukirchener nicht zufrieden. Am Dienstagabend trafen sich Bauherr, Mitglieder des Magistrats und die Anwohner deshalb zu einem Ortstermin.

„Ich muss mich hier dem Bebauungsplan fügen. Darin ist jeder Baum namentlich benannt“, sagte Unger. Anwohnerin Erika Flachs ärgert sich vor allem über die Art und Weise der Pflanzung: „In die Beete wurde ja erst tonnenweise Splitt gekippt. Da ist so wenig Mutterboden drauf, da kann gar nichts wachsen.“ Unger beschwichtigte: „Das wird schon.“ Er bot den Anwohnern eine zusätzliche Begrünung der rückwärtigen Betonwand mithilfe von Ranksäulen an. „Aber Sie müssen mir schon sagen, welche Pflanzen sie wollen.“

„Dann bauen wir das Trafohäuschen halt wieder ab, dann haben Sie eben keinen Strom.“

Eberhard Unger

Nicht im Bebauungsplan vermerkt sei hingegen der Standort des Trafo-Häuschens. „Für die Anwohner ergibt sich hier halt eine merkwürdige Situation“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Willi Berg. „Das hätte man doch abstimmen können.“ Selbst der Magistrat habe hierüber „null erfahren“. Unger kommentierte: „Dann bauen wir es halt wieder ab, dann haben Sie eben keinen Strom.“

Diskutiert wurde auch über eine Fläche, die in der jüngsten Stadtverordnetensitzung als „Pinkelecke“ bezeichnet wurde. „Hier wird es eine Absturzsicherung geben. Geplant ist ein 90 Zentimeter hoher Zaun“, erläuterte Unger. Bürgermeister Klemens Olbrich wertete das als Zugeständnis. „Sicher lässt sich noch über die Höhe verhandeln.“

Anwohner Gerhard Falk beklagte, dass an dieser Stelle zwei Bäume gefällt worden seien. Laut Unger waren die durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen worden. „Es wird eine Ersatzbepflanzung geben“, versprach der Bauherr.

Dies gelte auch für den Fall, dass die Büsche nicht anwachsen sollten. „Für jeden Baum gibt es eine Gewährleistung. Bei Bedarf wird auch der Untergrund nochmal mit Erde nachgefüllt“, versprach Unger.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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