Fraglich ist, wieviel Geld bereitgestellt wird

Warten auf den Spatenstich: Auftrag für den Tunnelrohbau vergeben

Bernd Siebert

Schwalmstadt. Der Tunnelbau bei Treysa für den Autobahnabschnitt Neuental-Schwalmstadt beginnt nun doch nicht mehr dieses Jahr. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte das Verkehrsministerium in Berlin mit, der Auftrag für das Bauwerk sei vergeben.

Ein Termin für den Baubeginn könne jedoch noch nicht genannt werden. Gewonnen hat die Ausschreibung demnach die Arbeitsgemeinschaft Marti Tunnelbau aus der Schweiz mit einem Sitz in Stuttgart sowie die Firma Bunte mit einer Niederlassung in Frankfurt/M. Damit ist kein Unternehmen aus der Region im Boot.

Die Unternehmensgemeinschaft hat den Auftrag für den Rohbau des Tunnelbauwerks erhalten, Kostenvolumen 50 Mio. Euro. Laut Verkehrsministerium wird die Bauzeitenplanung von den Auftragnehmern erstellt.

Keine konkrete Antwort gab es auch auf die Frage, wann der Autobahnabschnitt fertig sein wird.

Optimistisch äußerte sich Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert (CDU). Er gehe davon aus, dass der Verkehr zwischen Bischhausen und Treysa binnen fünf Jahren rollt. Ebenso optimistisch sei er, was die letzten zwei Bauabschnitte bis zur Autobahn 5 angehe. Siebert in seiner Antwort an unsere Zeitung: „Alles ist darauf ausgerichtet, dass der Lückenschluss nahtlos erfolgt.“

Dr. Edgar Franke

Das sieht sein Kollege von der SPD, Dr. Edgar Franke, anders. Er würde sich zwar freuen, wenn das Geld für den Autobahnbau, Kostenvolumen 700 Mio. Euro, bereitgestellt würde, „aber es bringt nichts, vor der Wahl Dinge zu versprechen, die man nicht halten kann“, sagte er.

Die Kosten für den Bau sind bedeuten die alles entscheidende Hürde. Während Bernd Siebert sagt, dass das nötige Geld je nach Baufortschritt fließen werde, meint Edgar Franke, dass das politisch schwierig wird. Autobahngegner rechneten zuletzt vor, in dem bisherigen Tempo werde die A 5 in über 80 Jahren erreicht.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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