DRK und Malteser-Hilfsdienst übten gemeinsam für einen Versorgungsengpass

Wasser auch für Notfall

Mobiles Labor: Karlheinz Reinhardt vom DRK überprüfte bei einer Übung in Homberg die Wasserqualität. Foto: Zerhau

Schwalm-Eder. Wenn Trinkwasser, mit das wichtigste Lebensmittel überhaupt, plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht, ist guter Rat teuer. Einen solchen Fall spielten am Wochenende das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser-Hilfsdienst bei einer kreisweiten Übung in der Ostpreußen-Kaserne in Homberg durch. Bedingt durch den Leerstand der Gebäude ist im gesamte Kasernenbereich das Wasser abgestellt.

Das waren ideale Übungsvoraussetzung. Angenommen wurde, dass es sich bei den Kasernengebäuden um Wohnblocks handelt, zu denen auch ein Seniorenheim gehört, bei dem keine Wasserversorgung mehr besteht.

Wie Übungsleiter Frank Grunewald erklärte, war die Übung in drei Abschnitte aufgeteilt. Der erste Teil bestand aus dem Wassertransport. Am Behördenzentrum wurde Wasser aus dem städtischen Netz über Hydranten entnommen und in 1000-Liter-Falttanks sowie 3800-Liter-Edelstahltanks gepumpt. Per Lastwagen ging es dann in die Kaserne, dem zweiten Übungsbereich. Dort wurde das Wasser über Schlauchleitungen in einen Ausgabebehälter gepumpt und weiter über Schlauchleitungen zu eigens errichteten Zapfstellen im Haus verteilt.

In die Übung war auch das mobile Trinkwasser-Prüflabor einbezogen. Dort überprüfte Karlheinz Reinhardt die Wasserqualität auf Keime und Verunreinigung und bestimmte den Chlorgehalt. Das war nur zu Übungszwecken erforderlich, da es sich um sauberes Trinkwasser aus dem städtischen Netz handelte. Die dritte Station war der Versorgungstrakt für die übende Truppe.

Dort wurden die Übungsteilnehmer mit heißen Getränken und Speisen versorgt, was bei dem kalten Winterwetter mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sehr willkommen war.

An der Übung, die am Samstagmorgen um neun Uhr mit einer Alarmierung begonnen hatte und bis gegen 15 Uhr dauerte, waren 65 Einsatzkräfte der beiden Betreuungszüge des Schwalm-Eder-Kreises aus Melsungen (DRK) und Fritzlar (Malteser-Hilfsdienst) beteiligt. Außerdem waren die Schnellen Einsatzgruppen aus Gudensberg/Felsberg und Ziegenhain sowie die DRK-Landesverstärkung Hessen mit dem Trinkwasser-Modul und dem mobilen Prüflabor gerufen worden.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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