Stadt muss neue Versorgungsquellen erschließen – Niedrige Preise sind dann nicht mehr haltbar

Wasser in Melsungen könnte teurer werden

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Aufbereitet: Das Melsunger Wasser hat eine hervorragende Qualität. Im Bild ist Bauamtsleiter Martin Dohmann im Hochbehälter Melsunger Feld zu sehen. Dem Wasser wird lediglich Kohlensäure entzogen, zugesetzt werde nichts.

Melsungen. Es gibt genügend Wasser für alle Melsunger. Auch während der heißen Tage müsse niemand befürchten, dass die Leitungen versiegen. Das sagt Martin Dohmann, Leiter des städtischen Bauamtes.

Es sei aber tatsächlich so, dass seit fast einem Jahr am Plan gearbeitet werde, eine weitere Versorgung mit Wasser aufzubauen. Für Notfälle und Spitzenlasten müsse es künftig weitere Wasserquellen geben. Dies könnten neue Tiefbrunnen in Melsungen oder ein Anschluss an Spangenberg oder Malsfeld oder an ein Anschluss an das Gruppenwasserwerk sein.

Kubikmeter für nur 1,17 Euro

Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, derzeit würden intensiv alle technischen Voraussetzungen, die Versorgungssicherheit und die Kosten geprüft. Aber egal, welche Lösung es werde, die Kosten für Frischwasser müssten dann steigen: „Den Preis von 1,17 Euro für einen Kubikmeter Wasser werden wir nicht halten können“, sagt Dohmann.

Der Preis in den Nachbar-Kommunen sei zum Teil doppelt und dreifach so hoch. Der günstige Preis in Melsungen kam bisher durch den hohen Verbrauch zustande. Die Kosten für die Wassergewinnung, Leitungsinstandhaltung und andere Posten werden in Melsungen durch deutlich mehr Liter geteilt als anderswo.

So verbrauchen die B. Braun Melsungen AG, die Edeka und andere Unternehmen wie Solupharm zwei Drittel der Gesamtmenge und die Einwohner das verbleibende Drittel. Der Wasserpreis je Kubikmeter sei dabei für alle gleich.

Verbrauch ist gestiegen

In den vergangenen Jahren sei die Fördermenge, also der Verbrauch, gestiegen, die Kapazität der Tiefbrunnen habe aber abgenommen. Aus den Brunnen dürfe immer nur so viel entnommen werden, wie nachfließe, erklärt Dohmann. Daher gebe es eine natürliche Beschränkung der maximal stündlich geförderten Menge.

Quelle: HNA

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