Willingshäuser Wehren probten den Ernstfall – Übungsszenario mit Gasexplosion

Wasser machte Probleme

Frauen an der Spritze: 28 Feuerwehrfrauen sind in den sechs Wehren der Gemeinde Willingshausen aktiv, wie hier Gabi Maus (links) und Katharina Knauf aus Merzhausen Fotos: Mühling

Willingshausen. Um 18 Uhr schrillten am Samstag die Sirenen in der Gemeinde Willingshausen. Anlass war die zum Gemeindefeuerwehrtag anberaumte Übung auf dem Hof der Jugendhilfe Fleckenbühl im Ortsteil Leimbach. In dem Katastrophenszenario waren durch eine Gasexplosion ein Gebäude und ein Auto in Brand geraten. Drei Verletzte mussten geborgen werden. Feuerwehren aus Merzhausen, Loshausen, Steina, Wasenberg, Willingshausen und Zella waren an der Übung beteiligt.

Der Hof in Leimbach stellte die Einsatzkräfte vor eine Herausforderung, denn Leimbach hat keine zentrale Wasserversorgung. Immerhin verfügt der Hof über eine Zisterne, aus der für erste Löscharbeiten Wasser entnommen werden kann. Ansonsten müssen die Wehren das Wasser aus dem rund 500 Meter entfernten Feuerlöschteich pumpen.

Gemeindebrandinspektor Horst Faust nutzte die Übung, um zu prüfen, wie lange die Wasserversorgung aus der Zisterne aufrecht erhalten werden kann. Denn immerhin dauerte es 25 Minuten, bis das Wasser aus dem Feuerlöschteich zur Brandbekämpfung eingesetzt werden konnte. „Die Wassermenge der Zisterne reicht fürs Erste aus,“ erklärte Faust. „Wenn aber das nahe gelegene Gebäude brennt, liegt die Zisterne im Trümmerschatten und ist nicht zugänglich. Dann haben wir ein Problem.“

Während ein Teil der Einsatzkräfte sich um die Löscharbeiten kümmerten, wurde ein Verletzter mit dem Höhenrettungsgeschirr von einem Balkon gerettet. Ein weiterer mit wurde mit hydraulischem Rettungsgerät aus einem Fahrzeug geborgen.

Gemeindebrandinspektor Horst Faust war mit dem Verlauf der Übung zufrieden. „Die Wehren haben gut Hand in Hand gearbeitet,“ lobte er.

Mehr Einsatzkräfte

Während der anschließenden Jahreshauptversammlung berichtete Faust von einer steigenden Zahl der Einsatzkräfte. Der Gemeindebrandinspektor mahnte aber an, dass die Feuerwehr sich neuen Herausforderungen, wie Naturkatastrophen, stellen müsse. 

Von Isa Mühling

Quelle: HNA

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