Feuerwehr und Rettungsdienst zeigten ihr Können bei der traditionellen Schauübung

Wasser marsch zur Salatkirmes

Teil der Übung: Helfer vom Deutschen Roten Kreuz Schwalm-Eder versorgen eine der geretteten Verletzten.

Ziegenhain. Zahlreiche Zuschauer warteten am Montag in der Ziegenhainer Burgwaldstraße vor einem rauchenden Firmengebäude gespannt auf das Heulen der Sirenen. Gerade war der Notruf abgesetzt worden: Der Startschuss zur Schauübung der Ziegenhainer Feuerwehr, die traditionell zur Salatkirmes stattfindet.

Um etwa 10.45 Uhr trafen die Fahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes ein, insgesamt 50 Einsatzkräfte machten sich am Schauplatz bereit.

Gastank drohte zu bersten

Das Szenario: Aus einem Schweißgerät war Gas entwichen und hatte sich entzündet, es kam zur Explosion. Das entfachte Feuer breitete sich schnell aus und erfasste in kurzer Zeit den Innenraum einer Werkhalle. Dort wurden zwei Mitarbeiter der Firma von den Flammen eingeschlossen und mussten befreit werden. Zudem könnte sich der Brand auf die angrenzende Schreinerei ausbreiten, ein Flüssiggastank wurde enormer Hitze ausgesetzt und drohte zu bersten.

An oberster Stelle für die Einsatzkräfte stand die Rettung der beiden Vermissten aus der Werkhalle. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten drang der Trupp in das Gebäude ein, während Polizei und Feuerwehr den Einsatzort gemeinsam absicherten. Nach einer kurzen Suche wurde die erste Person bewusstlos ins Freie getragen. Dort übernahmen insgesamt acht Helfer des Rettungsdienstes vom Deutschen Roten Kreuz die Versorgung der Verletzten. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera konnte auch die zweite Vermisste aus dem Rauch geborgen werden.

Währenddessen hatte die Feuerwehr eine Drehleiter mit Wasserwerfer in Stellung gebracht, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Weitere Einsatzkräfte kühlten den aufgeheizten Flüssiggas-tank mit Wasser, drei zusätzliche Trupps bekämpften mit Strahlrohren die Flammen am Gebäude. Darunter auch zehn Helfer der Jugendfeuerwehr, die bei der Spritzenprobe, im Gegensatz zum tatsächlichen Einsatz, dabei sein dürfen.

Nach etwa zwanzig Minuten wurde die Übung unter Applaus der Zuschauer, darunter 17 Gastkinder aus der Nähe von Tschernobyl, beendet.

Parallel gab die Feuerwehr folgende Beförderungen bekannt: Phillip Matysek, Judith Diegler, Ines Diegler, Joschua Huke, Florian Schultheis, Stefanie Reuter, Torsten Reuter (alle zum Oberfeuerwehrmann), Michael Schwalm zum Löschmeister, Uta Zschunke und Michael Kaminski zum Oberlöschmeister.

Von Sebastian Lammel

Quelle: HNA

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